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Die neue Achse funktioniert

Die neue Achse funktioniert

1961 hat der 1. FC Saarbrücken letztmals ein Pflichtspiel gegen den FK Pirmasens verloren. Gute Vorzeichen also für das Regionalliga-Heimspiel an diesem Samstag, zumal der FCS nur so vor Selbstvertrauen strotzt.

16 Punkte aus sieben Spielen - die eindrucksvolle Bilanz des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken vor dem Spiel gegen Lieblingsgegner FK Pirmasens an diesem Samstag um 14 Uhr im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion sorgt für eine breite Brust. Gegen den FKP hat der FCS zum letzten Mal 1961 ein Heimspiel verloren. Damit es so bleibt, muss funktionieren, was die Saarländer im bisherigen Saisonverlauf ausgezeichnet hat: die neue Achse.

Im Tor wird die neue Nummer eins David Salfeld immer mehr zum Rückhalt. "Das kommt mit der Spielpraxis. Die ist beim Torwart vielleicht noch wichtiger als bei einem Feldspieler", sagt der 25-Jährige: "Wenn du das Vertrauen vom Trainer bekommst, hast du auch ein anderes Auftreten. Aber die ganze Mannschaft will jedes Spiel gewinnen."

Wichtiger Faktor in der Abwehr ist Peter Chrappan. Schon in der abgelaufenen Saison war er einer der wenigen Leistungsträger, bei denen der Wortteil "Leistung" in diesem Begriff gerechtfertigt war. Der 31-jährige Slowake ist in jeder Beziehung ein Vorbild. "Am Samstag vorm Spiel in Hoffenheim ist Peter umgeknickt", erzählt Marcus Mann, der neue sportliche Leiter des FCS: "Es sah erst nicht gut aus. Aber Peter ist raus, hat sich speziell warm gemacht und es durchgezogen."

Nächster Fixpunkt der neuen Achse ist Manuel Zeitz. Dass der Mann aus Großrosseln ein Kämpferherz besitzt, ist beim FCS keine Neuigkeit. Dass er in den letzten Jahren sich auch spielerisch weiterentwickelt hat, schon. Zeitz spielt bislang eine beeindruckende Saison. "Er ist für die Mannschaft extrem wichtig. Er hat vor der Abwehr enorm viele Balleroberungen, das ist für unser Spiel sehr wichtig", sagt FCS-Trainer Dirk Lottner über seinen Kapitän: "Er hat mit Marco Holz entscheidenden Anteil daran, dass wir stabiler stehen als noch in der Vorbereitung."

Von Zeitz' Pässen und seiner Taktgebung im Mittelfeld profitieren natürlich die Stürmer. Doch selbst der fünffache Torschütze Patrick Schmidt hebt einen anderen hervor: Sturmpartner Kevin Behrens. "Kevin arbeitet unglaublich viel für die Mannschaft. Wenn der keinen guten Tag hat, ist unser Spiel nur die Hälfte wert", sagt Schmidt: "Man muss ihn bei Laune halten, weil er so wichtig für uns ist. Der ärgert sich ja schon, wenn er im Training ein Spiel verliert."

Verlieren steht für den Tabellendritten gegen den FKP aber ja ohnehin nicht zur Debatte. Doch Lottner warnt: "Für uns darf das eigene Selbstvertrauen nicht in Nachlässigkeit oder gar Überheblichkeit umschlagen."