1. Sport
  2. Saar-Sport

Die Nase voll von satten Spielern

Die Nase voll von satten Spielern

Elversberg. Nein, das war bislang nicht viel für die SV Elversberg in der Fußball-Regionalliga West. Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde belegen die Saarländer den 16. Tabellenplatz. Zwei Punkte trennt die SVE vom Vorletzten SC Idar-Oberstein. Heute um 19.30 Uhr ist der abgeschlagene Tabellenletzte TuS Koblenz zum letzten Spiel vor der Winterpause zu Gast an der Kaiserlinde

Elversberg. Nein, das war bislang nicht viel für die SV Elversberg in der Fußball-Regionalliga West. Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde belegen die Saarländer den 16. Tabellenplatz. Zwei Punkte trennt die SVE vom Vorletzten SC Idar-Oberstein. Heute um 19.30 Uhr ist der abgeschlagene Tabellenletzte TuS Koblenz zum letzten Spiel vor der Winterpause zu Gast an der Kaiserlinde."Wir brauchen nichts schön zu reden. Die Saison ist verkorkst. Wir hätten uns viel mehr vorgestellt. Aber wir gehen unseren Weg weiter und haben bereits angefangen auf die neue Saison hinzuarbeiten", analysiert Dominik Holzer, der Präsident der SV Elversberg. Dabei hatte alles so gut angefangen. Nach einer überzeugenden Vorbereitung startete die SVE mit richtig gutem Fußball in die Saison und belegte nach dem vierten Spieltag den zweiten Tabellenplatz.

Einige Verletzungsprobleme traten auf, eine gewisse Lethargie schlich sich ein - und die Talfahrt begann. Sieben Spiele in Folge blieb die SVE ohne Sieg. Das kostete den Anschluss an die vorderen Plätze und Trainer Günter Erhardt seinen Posten. Jens Kiefer übernahm und hatte Probleme, die SVE wieder auf Kurs zu bringen. Die Tiefpunkte waren das Aus in der vierten Saarlandpokal-Runde gegen Verbandsligist Saar 05 Saarbrücken Jugend (7:8 im Elfmeter-Schießen) und die 0:1-Niederlage gegen damaligen Tabellenletzten SC Idar-Oberstein. "Wir hatten es bis dahin nicht geschafft, eine Mannschaft zu formen, die hungrig auf Siege war und in der jeder für jeden kämpfte", sucht Kiefer nach Erklärungen.

Nach der Flaute folgten Taten. Spieler, die nicht zu 100 Prozent in Kiefers Planungen passten, sollen ausgemustert werden. Erstes Opfer war Verteidiger Nassim Banouas, der in die Oberliga-Elf abgeschoben wurde, dort auf Grund eines Krankenscheins aber noch kein Spiel machte. Zwar sprangen in den vergangenen vier Partien nur Unentschieden heraus, aber Kiefer sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg: "Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir die Spiele auch gewinnen können, dann würden wir jetzt im Mittelfeld stehen. Die Mannschaft ist wieder eine Mannschaft geworden."

Weitere Schritte sollen folgen. Das sieht auch Holzer so. "Wir werden uns von weiteren Spielern trennen und in der Winterpause wahrscheinlich schon zwei junge dazu holen", blickt der Präsident voraus und redet Tacheles. "In der kommenden Saison wollen wir drei bis vier erfahrene Spieler auf dem Platz haben, ansonsten nur junge. Von satten Spielern, die nur noch Geld verdienen möchten, haben wir die Nase voll. Wir wollen Jungs, die heiß aufs gewinnen sind", sagt Holzer, der keinen Zweifel aufkommen lässt, dass Kiefer auch in der kommenden Saison der Trainer der SV Elversberg ist.

Wer die SVE verlassen könnte, wollen Trainer, Manager Roland Benschneider und Präsidium in der Winterpause entscheiden. Möglich, dass ältere Spieler wie Martin Willmann oder Samir Kozarac bald keine Rolle mehr spielen. "Wir haben einen neuen Kurs eingeschlagen, und den werden wir rigoros verfolgen. In der neuen Saison soll ein Team auf dem Platz stehen, das richtig konkurrenzfähig ist. Alle Spieler aus dem aktuellen Kader können zeigen, dass sie zu dieser Mannschaft gehören wollen", sagt Holzer.