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„Die Mannschaft ist fit“

Homburg. Jürgen Luginger erlebt heute Abend sein erstes Punktspiel als Trainer des FC Homburg. In Worms will er vor allem eine Sache verbessern. Ralph Tiné

Nach dem Trainerwechsel von Jens Kiefer zu Jürgen Luginger läuft beim Fußball-Regionalligisten FC Homburg die Vorbereitung auf die alles entscheidende Schlussphase der Saison auf Hochtouren. Fünf Spiele bleiben dem neuen Mann, um mit dem abstiegsgefährdeten FCH das rettende Ufer oberhalb der Abstiegsränge zu erreichen. Auf Tabellenplatz 15 trennen die Saarpfälzer zwei Punkte vom ersten sicheren Rang 13, den der FK Pirmasens belegt. Los geht die "Endspielserie" heute auswärts um 19 Uhr bei Wormatia Worms.

"Wir haben genau so viel Qualität in der Mannschaft wie Worms. Jetzt müssen wir sie auch auf den Platz bringen. Vorrangig ist, den Glauben und das Selbstbewusstsein zurückzuholen", stärkt Luginger seinen Spielern den Rücken. Dafür hat der neue Chef auf dem Platz in seiner ersten Trainingswoche "viele Einzelgespräche geführt", wie er erzählt.

Bei einem Benefizspiel gegen eine Saarlandauswahl, das der FCH am Dienstagabend in Friedrichsthal mit 10:0 gewann, sammelte der Ex-Trainer des 1. FC Saarbrücken erste Eindrücke. Im ersten Schritt will Luginger die Anfälligkeit im Abwehrverhalten ausräumen. "Vorrangig muss man schauen, dass man weniger Gegentore bekommt. Die Defensive geht vorne los", gibt er vor.

Dass die gesamte Mannschaft ihren Abwehrpflichten nachkommt, wird in Worms von besonderer Bedeutung sein. Denn in der Abwehr stehen einige Fragezeichen. Gévero Markiet wird aufgrund von Oberschenkelproblemen sicher fehlen. Mit Christian Lensch (Erkältung) und Kai Heerings (Rückenprobleme) steht der Einsatz zweier weiterer Verteidiger auf der Kippe. Luginger attestiert der Mannschaft, "in einem guten Zustand" zu sein. Vorwürfen aus dem Umfeld, die Mannschaft hätte keine ausreichende Kondition, widerspricht er klar: "Die Mannschaft ist fit."

Timo Cecen, Andreas Gaebler und Timothy van der Meulen, die von Kiefer bei dessen finaler 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart II vorübergehend aussortiert worden waren, gehören wieder zum Team. Ohnehin gehe es "für jeden wieder bei null los". Das gilt auch für die Torwartposition.

Ob die bisherige Nummer eins Niklas Jakusch oder Patrick Bade heute im Homburger Tor steht, hat der 49-Jährige noch nicht entschieden. In den letzten Partien (0:4 bei Kickers Offenbach, 1:2 gegen VfB Stuttgart II) hatte Bade den rotgesperrten Jakusch ersetzt. In Worms ist Jakusch wieder spielberechtigt. "Das wird am Ende eine Bauchentscheidung", sagt Luginger und wird das wohl spät entscheiden.

Im Trainerteam und auf der Position des Mannschaftskapitäns belässt der neue Cheftrainer vorerst alles beim Alten. Nach der Saison wird Luginger allerdings einen neuen Assistenztrainer benötigen, da Pascal Bach bereits im Winter angekündigt hatte, den FCH nach der Saison zu verlassen.