| 20:36 Uhr

Handball-Bundesliga
Die Löwen senden ein deutliches Signal an den Rest der Liga

Mannheim. Die Fans der Rhein-Neckar Löwen feierten schon Minuten vor dem Abpfiff, Maskottchen Conny sprang mit Weihnachtsmann-Mütze auf dem Kopf wie wild geworden am Spielfeldrand herum. Mit einem souveränen 32:27 (20:16) im Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt hat der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen die Tabellenführung verteidigt – und ein deutliches Signal an den Rest der Handball-Bundesliga gesendet.

„Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war überragend“, sagte Kapitän Andy Schmid: „Wir haben ein enormes Pensum abgespult. In der zweiten Halbzeit hat uns unser Torhüter ein bisschen den Arsch gerettet.“ Immer wieder trieb Mikael Appelgren im Löwen-Tor die Gäste mit starken Paraden zur Verzweiflung, der Schwede entschärfte fast die Hälfte aller Flensburger Würfe. „Das war eine Weltklasse-Leistung“, sagte Nationalspieler Patrick Groetzki.


Erfolgreichster Werfer vor 13 200 Zuschauern in der ausverkaufen Mannheimer Halle war mit neun Toren der isländische Nationalspieler Gudjon Valur Sigurdsson, dessen Vertragsverlängerung bei den Löwen bis 2019 zuvor verkündet worden war. Mit 15 Siegen nach 18 Spielen können die Löwen ihren einen freien Tag an Heiligabend in Ruhe genießen, ehe am zweiten Weihnachtsfeiertag das Auswärtsspiel in Stuttgart ansteht. „Wir wissen, dass die Meisterschaft nur über Flensburg geht. Sich da auf drei Punkte abzusetzen, war natürlich ein Ausrufezeichen“, sagte Groetzki: „Jetzt haben wir erst einmal eine gute Ausgangsposition. Aber in der Rückrunde geht es von vorne los.“ Zunächst allerdings ohne Rückraumspieler Momir Rnic. Der Sohn des ehemaligen Trainers des TVA Saarbrücken wird wegen einer Fraktur des linken Mittelfußknochens wohl drei Monate ausfallen und auch die Europameisterschaft in Kroatien verpassen.

Die Flensburger haderten nach der Pleite bei nun drei Punkten Rückstand mit der verpassten Chance. „Das ist natürlich sehr ärgerlich“, sagte Trainer Maik Machulla: „Wir hatten uns viel vorgenommen und sind mit viel Motivation angereist. Deshalb bin ich sehr enttäuscht.“