Die Jugend begeistert die Trainer

Köllerbach · Punktgleich mit dem ASV Mainz ist der KSV Köllerbach Tabellenführer und auf dem Weg, sich für die Meisterschaftsendrunde zu qualifizieren. Ihnen kommt die Verschärfung der „Deutschen-Regelung“ entgegen.

 Thomas Geid (rechts, hier neben Hüseyin Dincay) blickt zwar skeptisch drein, freut sich aber riesig über die Leistungen seiner jungen Mannschaft in der Hinrunde. Foto: Andreas Schlichter

Thomas Geid (rechts, hier neben Hüseyin Dincay) blickt zwar skeptisch drein, freut sich aber riesig über die Leistungen seiner jungen Mannschaft in der Hinrunde. Foto: Andreas Schlichter

Foto: Andreas Schlichter

Keine Frage: Der klare Sieg der Köllerbacher Bundesliga-Ringer war wenig überraschend. Beim 23:5-Erfolg gegen den TV Aachen-Walheim überraschte nur ein fehlender Athlet in den Reihen der Gäste. 500 Euro Strafe sowie vier Punkte kostete die Gäste am Samstagabend der fehlende fünfte deutsche Ringer in ihrer Aufstellung. "Das würde uns nicht passieren", sagt KSV-Teamleiter Thomas Geid . Weil er auf zahlreiche Nachwuchsathleten zurückgreifen kann.

"Die Verschärfung der Deutschen-Regelung kommt uns entgegen", sagt Geid. Weil die jungen deutschen Ringer , die nachrücken, auch in der Bundesliga Fuß fassen und den nächsten Schritt gehen. Gerade jetzt, wo in der Bundesliga fünf deutsche Athleten in der Mannschaftsaufstellung stehen müssen, ist das auch nötig.

"Die Jungs wachsen einfach an der Aufgabe und das macht riesigen Spaß", sagt Geid. Ob es ein Marc-Antonio von Tugginer, ein Etienne Kinsinger, ein Valentin Seimetz oder ein Gennadij Cudinovic sei. "Ich hoffe, dass das eine Sogwirkung hat", meint Geid, "dass die Jungen spüren, dass sie ihre Chance bekommen, dass sie gefordert und gefördert werden".

So fällt Geids Zwischenbilanz positiv aus. "Die Hinrunde war einwandfrei", sagt Geid. Schließlich stehen der einen Niederlage gegen den ASV Mainz 88 fünf Siege gegenüber. Die Mannschaft steht außerdem ganz oben in der Nordstaffel der zweigeteilten Bundesliga. "Einziger Wermutstropfen ist die Verletzung von Valentin Seimetz", sagt Geid. Zumal der Muskelriss im rechten Arm den 18-Jährigen wohl für die restliche Saison lahmlegen wird. "Aber wir haben dieses Jahr eine unglaublich homogene Mannschaft", erklärt Geid, "in der jeder für den anderen kämpft". Ob die etablierten deutschen Ringer wie Andrij Shyyka, Jan Fischer und Timo Badusch oder eben die ausländischen Athleten wie Melonin Noumonvi, Radoslaw Velikov. Diese Kombination und einige Neuzugänge machen die Köllerbacher Mannschaft stärker als noch vergangene Saison. "Wir sind viel variabler in unseren Möglichkeiten", sagt Geid.

Zumindest in der Hinrunde. In der Rückrunde sieht es aufgrund des Stilartenwechsels in den oberen und unteren Gewichtsklassen allerdings etwas schwieriger aus. "Da müssen wir mal sehen", sagt Geid. Auch wenn er dann nicht nur auf Seimetz, sondern wegen des Stil-Wechsels auch auf Kinsinger und Cudinovic verzichten muss. An den Zielen ändert das nichts. "Ein erster Platz in unserer Staffel wäre gut", sagt Geid. Dann wären die Köllerbacher direkt für das Viertelfinale der Meisterschaftsendrunde am 3. Januar qualifiziert - ohne eine Zwischenrunde kurz vor Weihnachten. Doch dafür müssen sie gegen die direkte Konkurrenz aus Mömbris-Königshofen, Luckenwalde und Mainz punkten und dürfen gegen die anderen Mannschaften keine Überraschung zulassen.