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Die Judo-EM steht ganz im Zeichen von Rio

Die Judo-EM steht ganz im Zeichen von Rio

Die deutschen Judoka proben knapp vier Monate vor Olympia den Ernstfall: Bei der Europameisterschaft im russischen Kasan geht es für die DJB-Asse von heute bis Sonntag nicht nur um Medaillen, sondern vor allem um einen Härtetest für den großen Höhepunkt am Zuckerhut. Für Topleute wie den London-Dritten Dimitri Peters steht in Tatarstan sogar noch das Rio-Ticket auf dem Spiel. "In diesem Jahr haben die Europameisterschaften nicht ganz so großen Wert, da steht Olympia klar im Vordergrund", sagte DJB-Präsident Peter Frese. "Aber wenn wir Medaillen gewinnen können, dann nehmen wir die auch mit."

Das Traumergebnis bei der EM 2015 in Baku (zehn Medaillen) muss nicht unbedingt ein Maßstab sein. Interessanter ist der Kampf um die Olympia-Fahrkarten (maximal eine pro Gewichtsklasse) im deutschen Team. Den größten Härtefall gibt es wohl in der Klasse bis 100 Kilogramm, wo mit dem Weltranglistensechsten Peters (Hannover) oder Vizeweltmeister Karl-Richard Frey (Leverkusen) einer von zwei potenziellen Medaillenanwärtern für Rio zuhause bleiben muss. "Das wird eine ganz schwierige Entscheidung", sagt Frese.

Peters ist in Kasan am Start. Der Weltranglistendritte Frey bekam von Bundestrainer Detlef Ultsch "aus einsatztechnischen Gründen" eine Ruhepause verordnet, greift beim Grand Slam in Baku (6. bis 8. Mai) wieder ins Geschehen ein. Abgerechnet wird in allen Gewichtsklassen nach dem Masters im mexikanischen Guadalajara Ende Mai. Eng geht es im deutschen Team auch noch in drei anderen Gewichtsklassen zu, wo es Zweikämpfe um jeweils ein Rio-Ticket gibt.