Die hungrigen Giganten

Die hungrigen Giganten

Nove Mesto. Tora Berger hatte die erste Goldmedaille schon nach dem ersten Rennen um den Hals hängen, bei Martin Fourcade reichte es immerhin zu Silber. Nach dem erfolgreichen Start mit den Mixed-Staffeln wollen die Norwegerin und der Franzose bei der Biathlon-WM im tschechischen Nove Mesto auch in den Einzelrennen durchstarten und wieder Titel sammeln

Nove Mesto. Tora Berger hatte die erste Goldmedaille schon nach dem ersten Rennen um den Hals hängen, bei Martin Fourcade reichte es immerhin zu Silber. Nach dem erfolgreichen Start mit den Mixed-Staffeln wollen die Norwegerin und der Franzose bei der Biathlon-WM im tschechischen Nove Mesto auch in den Einzelrennen durchstarten und wieder Titel sammeln.

"Ich habe vor niemandem Angst, weil ich mich nur auf mich selbst konzentriere", sagt Fourcade. Im Vorjahr hatte der Franzose bei der WM in Ruhpolding dreimal gewonnen, mit der Führung im Gesamtweltcup im Rücken geht er in Nove Mesto als Favorit in den Sprint am Samstag und in die Verfolgung einen Tag später. "Ich möchte vor allem den Titel in der Verfolgung gewinnen, dann hätte ich drei in Folge geholt. Das wäre wirklich fantastisch und etwas ganz Besonderes", sagt der 24-Jährige.

Auch Berger, ebenfalls Führende im Gesamtweltcup, war mit drei Goldmedaillen aus Ruhpolding heimgekehrt. Ob das der 31-Jährigen erneut gelingt? "So weit denke ich nicht. Der Sieg mit der Mixed-Staffel war jedenfalls schon mal ein sehr schöner Auftakt. So habe ich mir das insgeheim gewünscht", sagt die Einzel-Olympiasiegerin von Vancouver.

Fakt ist: In ihrer aktuellen Form können sich Fourcade (vier Saisonsiege) und Berger (sechs) eigentlich nur selbst schlagen. Beide schießen enorm schnell und zeigen herausragende Vorstellungen in der Loipe. "Mein Hauptziel ist es, mindestens einen Titel zu verteidigen und den mit der Männerstaffel zu holen", sagte Fourcade. Für Berger werden es die letzten Weltmeisterschaften, sie wird ihre Karriere nach den Olympischen Spielen in Sotschi definitiv beenden. Auch eine Babypause mit anschließendem Comeback kommt für sie nicht in Frage: "Nach Sotschi möchte ich etwas komplett anderes machen, nach Olympia ist es mit dem Biathlon vorbei." sid