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Die Hoffnung heißt Kropp

Die Hoffnung heißt Kropp

Saarlouis. "Es geht mir wieder gut, und ich kann am Freitag spielen." In diesem einfachen Satz versteckt sich viel Hoffnung bei der HG Saarlouis, stammen sie doch von Kreisläufer Andre Kropp (Foto: SZ). Dem Spieler, der seit Januar noch kein Spiel bestritten hat, der aber in der Hinrunde wie wenige andere zum Erfolg des Handball-Zweitligisten beigetragen hatte

Saarlouis. "Es geht mir wieder gut, und ich kann am Freitag spielen." In diesem einfachen Satz versteckt sich viel Hoffnung bei der HG Saarlouis, stammen sie doch von Kreisläufer Andre Kropp (Foto: SZ). Dem Spieler, der seit Januar noch kein Spiel bestritten hat, der aber in der Hinrunde wie wenige andere zum Erfolg des Handball-Zweitligisten beigetragen hatte. Da fallen selbst Einschränkungen wie "Ich bin noch nicht bei 100 Prozent" nicht allzu schwer ins Gewicht. Nach den vergangenen Wochen, in denen die HG Saarlouis nur einmal gewonnen hat (42:40 gegen Korschenbroich), könnte der Zeitpunkt für Kropps Rückkehr nicht besser gewählt sein, geht es doch heute Abend gegen den direkten Verfolger TSG Groß-Bieberau (20 Uhr, Stadtgartenhalle).

Dass aber eine Schwalbe keinen Sommer und ein Kropp keinen Klassenverbleib macht, wissen sie in Saarlouis natürlich auch. "Inwieweit er uns dann am Freitag helfen kann, wird sich zeigen. Aber es ist ein wichtiges Zeichen, dass er wieder dabei ist", sagt der Vorsitzende Richard Jungmann (Foto: SZ). Zumal auch Kapitän Daniel Altmeyer (muskuläre Probleme) und Christian Kühn (Handgelenksprellung) wieder im Kader sind. Aber ohnehin hatten die Verantwortlichen um Trainer Andre Gulbicki zwar - zu Recht - immer wieder auf die extreme Personalsituation hingewiesen, diese aber nie als Entschuldigung für die Niederlagen geltend gemacht. "Die Punktausbeute war schlechter als die Leistung, aber das soll sich jetzt ändern", sagt Jungmann. Kropp geht weiter: "Wir müssen gegen Groß-Bieberau gewinnen - und das weiß jeder."

Umso wichtiger ist ein gesunder Kropp, betont auch Jungmann: "Er ist eine der Korsettstangen im Team." Entsprechend spannend dürfte die Frage sein, ob Kropp, der mit seiner starken Saison natürlich die Konkurrenz auf sich aufmerksam gemacht hat, nächste Saison weiterhin eine Saarlouiser Korsettstange ist. Er hat Angebote, auch von Erstligisten. Doch noch steht die Entscheidung aus. Kropp: "Da ist noch überhaupt nichts klar. Der Verein macht mir aber auch keinen Druck." Das könnte dann auch neben der herausragenden Stellung in der Mannschaft einer der Punkte sein, die für Saarlouis sprechen. Allerdings dürfte auch der Kader für die kommende Saison eine Rolle spielen.

Anders als bei Kropp, der sofort zur festen Größe geworden ist, steht Rückraumspieler Peter Nielsen noch in der Bringschuld. Zu unbeständig waren seine Leistungen bisher für eine Vertragsverlängerung. Eine Entscheidung ist aber auch hier noch nicht gefallen, sagt Jungmann: "Wir werden die nächsten Spiele abwarten. Er hat den Vorteil, dass er sich hier vor Ort empfehlen kann. Menschlich passt es. Er ist ein feiner Kerl, aber die Spielleistung ist letztendlich entscheidend." Und so passt Nielsens Aussage zum Spiel auch auf ihn selbst: "Wir hoffen, dass unsere Leistung belohnt wird." Sowohl er als auch die Mannschaft haben es in der Hand. jbö