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Die Festung Waldstadion hält auch gegen Idar

Homburg. Auch der Tabellenfünfte der Oberliga Südwest, SC Idar-Oberstein, konnte dem FC Homburg nicht die erste Saison-Niederlage im Waldstadion beibringen. Ohne groß zu überzeugen, gewannen die Gastgeber gegen die Gäste aus der Edelstein-Stadt mit 2:1 (1:0) Von SZ-Mitarbeiter Markus Hagen

Homburg. Auch der Tabellenfünfte der Oberliga Südwest, SC Idar-Oberstein, konnte dem FC Homburg nicht die erste Saison-Niederlage im Waldstadion beibringen. Ohne groß zu überzeugen, gewannen die Gastgeber gegen die Gäste aus der Edelstein-Stadt mit 2:1 (1:0). Idar-Trainer Michael Dusek: "Wir wollten die Revanche für die 1:4-Heimpleite gegen den FCH in der Vorrunde, aber der FC Homburg wollte unbedingt gewinnen und dies merkte man auch dem Spiel an." Duseks Kollege Jens Kiefer freute sich, dass seine Mannschaft die beeindruckende Heimserie ohne Niederlage auf 16 Siege und ein Unentschieden ausbauen konnte. Eine solch imponierende Bilanz war dem FCH zuletzt vor 45 Jahren gelungen. In der ersten Amateurliga Saar der Saison 1963/64 kam die Homburger Mannschaft damals bei 17 Partien auf 13 Siege und vier Unentschieden.


Überwiegend Sommerfußball boten beide Mannschaften am Samstag vor 300 Zuschauern im Waldstadion. "Wir haben unseren Fans in dieser Saison auf eigenem Platz sicher schon erheblich bessere Spiele gezeigt. Aber die Hauptsache war, dass wir die Partie gewonnen haben", meinte FCH-Mittelfeldspieler Michael Berndt in seiner Bilanz.

Die wenigen Höhepunkte sind schnell aufgezählt. Der SC Idar-Oberstein hatte zwar durch Christoph Schmell (5.) die erste - aber auch einzige echte Torchance. Ansonsten kontrollierte der FCH Spiel und Gegner. Die Führung in der 34. Minute entstand aus einer Bilderbuch-Kombination. Eine hohe Flanke von Christoph Holste von der linken Seite köpfte Julien Turnau zu Michael Berndt, der mit dem Kopf den Homburger Torjäger Nummer eins, Michael Petri, bediente. Petri traf aus sechs Metern mit seinem 16. Saisontor zum 1:0-Pausenstand. Nach der Halbzeit passierte lange Zeit nichts, ehe Fabio Di Dio Parlapoco nach Zuspiel von Michael Kirsch den 2:0-Zwischenstand markierte. Der eingewechselte Stefano Pennella hatte die Großchance zum 3:0. Dann verweigerte Schiedsrichter Alexander Müller (Mendig) einen klaren Foulelfmeter für Michael Petri, der von Dimitri Mayer (88.) klar umgestoßen wurde. Der 2:1-Gegentreffer durch Florian Herzog (90.) war ein kleiner Schönheitsfehler, den der FCH jedoch verkraften konnte.



Ab sofort geht der Blick des FCH in die kommende Saison. Trainer Jens Kiefer hofft, dass auch die bewährten Stützen Rouven Weber und Julien Turnau, die ihre Verträge noch nicht verlängert haben, dem FCH auch in der nächsten Spielzeit erhalten bleiben. Der Homburger Vorsitzende Herbert Eder verriet nach dem Spiel außerdem in einem Fernsehinterview, dass er den FC Homburg in der kommenden Saison klar zu den Favoriten auf den Aufstieg in die Regionalliga zählt.