Die Favoriten bei den Australian Open in der Übersicht

Tennis : Favoriten bringen sich in Stellung

Die Australian Open, das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres, beginnen. Die Favoriten auf einen Blick.

Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt. Bei den Australian Open in Melbourne zeigt sich, wie gut die Tennisprofis sich auf die neue Saison vorbereitet haben. Zugleich müssen sie dem australischen Sommer und Temperaturen jenseits der 30 Grad trotzen. Auch aus deutscher Sicht ist Spannung angesagt, wie unsere Übersicht der Turnierfavoriten im Feld der Männer und Frauen zeigt.


NOVAK DJOKOVIC (31): Noch vor einem Jahr war der Serbe auf der Suche nach seiner Form und einem höheren Sinn des Lebens. Heute ist er zurück an der Spitze der Weltrangliste. Nach seinen Siegen in Wimbledon und New York ist Djokovic wieder auf dem Level, das er zuvor unter Boris Becker hatte. Und er ist der Top-Favorit in Melbourne, wo er bereits sechs Mal gewonnen hat.

ROGER FEDERER (37): Schafft der Schweizer Maestro den Hattrick? Nach seinen Siegen 2017 und 2018 zählt Federer auch in dieser Saison zu den heißesten Anwärtern auf den Erfolg in Melbourne. Es wäre sein siebter, sein 20. insgesamt und ein weiterer Beweis für die Ausnahmestellung des Unersättlichen.

RAFAEL NADAL (32): Von seinen letzten 18 Turnieren auf Hardcourt hat der Spanier nur eines planmäßig beendet, zu oft streikte sein Körper. Bleibt Nadal gesund, gehört er zum Favoritenkreis. Seinen Start in Brisbane sagte er jedoch ab, und sein letzter offizieller Einsatz liegt bereits Monate zurück. Hinter seiner Form steht ein Fragezeichen, hinter seinem Willen sicherlich nicht.

ALEXANDER ZVEREV (21): Der leicht am Knöchel verletzte Alexander Zverev hat vor seinem Auftaktmatch gegen den Slowenen Aljaz Bedene Entwarnung gegeben. Sein Fuß schmerze ein wenig, es sei aber nichts Großartiges und könne nicht schlimmer werden. Er mache sich keine Sorgen, sagte der Weltranglistenvierte, der mit einem Tapeverband antreten wird. Zverev war bei einem Trainingsmatch am Donnerstag mit dem linken Fuß umgeknickt. Ist Zverev fit, kann er weit kommen – sofern er seine Nerven im Griff hat. Denn bei einem Grand Slam kam er bisher nie weiter als ins Viertelfinale.

ANGELIQUE KERBER (31): Seit ihrem ersten Grand-Slam-Triumph 2016 weiß Kerber, wie es ist, in Melbourne den Pokal zu gewinnen. Bei sich hat sie den neuen Trainer Rainer Schüttler, seit seinem Finaleinzug 2003 ein ausgewiesener Australien-Spezialist. Die ersten Wochen der Zusammenarbeit liefen gut, die jüngste Niederlage im Viertelfinale von Sydney war kein Rückschlag.

SERENA WILLIAMS (37): Vor zwei Jahren hatte Williams bei den Australian Open bereits schwanger ihren bislang letzten Majortitel gewonnen – nun kehrt sie nach Melbourne zurück. Das Ziel: Ihr 24. Grand-Slam-Triumph, mit dem die US-Amerikanerin zur Rekordhalterin Margaret Court in der „ewigen“ Bestenliste aufschließen würde. Die Bestmarke will sie unbedingt erreichen, es ist ihr letztes großes Ziel, sie zu egalisieren oder zu übertreffen, nur langsam läuft Williams die Zeit davon. Sie ist schon 37 Jahre alt.

NAOMI OSAKA (21): Bei den US Open im September 2018 vereitelte Osaka im Finale Williams’ Rekordsieg und gewann ihren ersten Grand-Slam-Titel. Angesichts ihres immensen Potenzials dürfte es nicht der letzte der Japanerin gewesen sein. Sie gehört ab jetzt zu den Kandidatinnen auf große Siege.

ASHLEIGH BARTY (22): Seit 41 Jahren (Christine O’Neil) warten die Australier auf einen Heimsieg. Barty trauen sie zu, die Durststrecke zu beenden. Bislang hat sie 2019 erst eine Niederlage (gegen Angelique Kerber) kassiert – in Sydney schlug sie sogar die Weltranglistenerste Simona Halep. Die Rumänin ist nach überstandenen Rückenproblemen allerdings nicht in Topform.

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