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„Die Enttäuschung ist wahnsinnig groß“

„Die Enttäuschung ist wahnsinnig groß“

Alle drei Konkurrenten vor dem FCS in der Tabelle spielten unentschieden, doch Saarbrücken konnte davon nicht profitieren. Im Gegenteil: Durch die 1:2 (0:1)-Niederlage beim SC Freiburg II ist der Rückstand gewachsen.

"Die Einstellung hat ja gestimmt, aber was wir teilweise Richtung Tor gemacht haben, ist einfach viel zu wenig", sagte Falko Götz , Trainer des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken , am vergangenen Freitagabend nach der 1:2 (0:1)-Niederlage beim SC Freiburg II, enttäuscht. Auch die von ihm vor der Partie geforderte "körperliche Präsenz" ließ seine Mannschaft über weite Strecken vermissen. Beide Punkte zusammen führten zum Freiburger Führungstreffer.

FCS-Spieler Alexandre Mendy - seit Wochen außer Form - verlor den Ball am Freiburger Strafraum. Über fünf Stationen, gänzlich ohne gegnerischen Körperkontakt, kombinierten die überschaubar talentierten Freiburger Nachwuchsspieler über das gesamte Spielfeld. Schließlich musste Amir Falahen nur den Fuß hinhalten, um das 1:0 für die Gastgeber zu erzielen (33. Minute). Dem Siegtreffer von Kasuke Kinoshita (89.) ging ein Luftduell von FCS-Torwart David Hohs mit Joshua Mees, Saarländer in Diensten des SC, voraus. Hohs ließ den Ball durch die Hände rutschen. Er beschwerte sich, Mees sei im den Rücken gesprungen.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich für bemühte, aber planlose Saarbrücker erzielte der eingewechselte Solomon Okoronkwo. Nach einem Pass von Sökler vollendete er souverän zum 1:1 (57.). Es hätte das Signal zur Wende sein können, war es aber nicht.

Wenn man Götz' Aussage zur Einstellung folgt, muss man im Folgeschluss beim FCS die Qualitätsfrage stellen. Sind einige Spieler nicht besser als Regionalliga-Mittelmaß? Mendy kann es besser, zeigt es aber nicht. Hassan Amin bekam am Freitag eine Chance, musste nach 45 schlechten Minuten wieder raus. Okoronkwo ist trotz einiger Treffer noch nicht beim 1. FC Saarbrücken angekommen. Auch die eingewechselten Marius Willsch und Felix Luz setzten keine Akzente. Filip Luksik auf der linken Außenbahn fehlt das Tempo. Und das Pass-Spiel von Spielmacher Sökler schwankt zwischen Welt- und Kreisklasse. Tendenz fallend. Die Liste ist fortsetzbar.

"Die Spieler, die da sind, setzen wir ein und versuchen, daraus die beste Mannschaft aufzustellen", meinte Götz. Die Übersetzung dieser Aussage könnte sein: Er hätte den Kader so nicht zusammengestellt. Das sagt Götz, der erst einen Monat vor Saisonstart verpflichtet wurde, nicht offen. Dafür erklärt er aber: "Zu wenig Ruhe in den Aktionen. Der letzte Pass hat aus den verschiedensten Gründen gefehlt. Und wir sind nicht in der Lage, ohne individuellen Fehler hinten auszukommen."