Die Deutschen laufen bei der Tour de Ski erst mal hinterher

Die Deutschen laufen bei der Tour de Ski erst mal hinterher

Oberstdorf. Das tägliche ärztliche Bulletin ist bei den deutschen Langläufern derzeit interessanter als die Ergebnisliste der Tour de Ski. Während die Weltelite ihre Klasse zeigt, muss Bundestrainer Jochen Behle ständig neue Rückschläge hinnehmen. Plätze im Top-Zehn-Bereich sind Luxus

Oberstdorf. Das tägliche ärztliche Bulletin ist bei den deutschen Langläufern derzeit interessanter als die Ergebnisliste der Tour de Ski. Während die Weltelite ihre Klasse zeigt, muss Bundestrainer Jochen Behle ständig neue Rückschläge hinnehmen. Plätze im Top-Zehn-Bereich sind Luxus. Denise Herrmann als Siebte beim Prolog zu Silvester sowie Axel Teichmann als Zehnter beim 15-Kilometer-Lauf am Neujahrstag sorgten noch für die besten Resultate überhaupt."Was soll ich denn machen? So eine anhaltende Krankheitsserie habe ich noch nie erlebt. Langsam wird für uns die Zeit knapp in Richtung Weltmeisterschaft. Die Athleten brauchen Wettkämpfe, doch die können sie logischerweise nicht bestreiten, wenn sie nicht hundertprozentig fit sind", meinte Bundestrainer Behle. Nach Nicole Fessel und Evi Sachenbacher-Stehle haben mit Franz Göring und Tim Tscharnke weitere Akteure krankheitsbedingt das Acht-Etappen-Rennen verlassen. Tobias Angerer tat dies bereits am Neujahrstag wegen fehlender Kraft und Form.

Die Polin Justyna Kowalczyk rennt dagegen scheinbar unaufhaltsam ihrem zweiten Tour-Gesamtsieg entgegen. Nach dem Sieg auf den ersten beiden Etappen in Oberhof belegte sie im Klassik-Sprint in Oberstdorf gestern Platz zwei hinter Petra Majdic aus Slowenien und baute ihre Führung weiter aus.

Bei den Herren geht es erwartungsgemäß enger zu. Dario Cologna aus der Schweiz hat nach Rang drei im Sprint nur noch 3,7 Sekunden Vorsprung vor dem Kanadier Devon Kershaw, der mittlerweile zwei zweite Plätze auf seinem Konto hat. Cologna war im 15-Kilometer-Handicap-Rennen in Oberhof siegreich.

Jochen Behle setzt für die nächsten Rennen derweil auf Axel Teichmann und Jens Filbrich. "Sie sollen besonders bei den Distanzrennen den einen oder anderen Glanzpunkt setzen. "Da hoffe ich schon auf die Doppelverfolgung am Montag. Der Sprint ist ohnehin nicht ihre Stärke", hofft der Bundestrainer auf bessere Zeiten. dpa

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