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Die Braves haben eine russische Wand

Die Braves haben eine russische Wand

Homburg. Wenige Sekunden vor Spielende stand das Sportzentrum Homburg-Erbach bereits Kopf. Aber Robert Cardenas brachte das Tollhaus mit einem krachenden Dunking endgültig zum Überkochen. Die Saar-Pfalz Braves meldeten sich in der 2. Basketball-Bundesliga eindrucksvoll zurück

Homburg. Wenige Sekunden vor Spielende stand das Sportzentrum Homburg-Erbach bereits Kopf. Aber Robert Cardenas brachte das Tollhaus mit einem krachenden Dunking endgültig zum Überkochen. Die Saar-Pfalz Braves meldeten sich in der 2. Basketball-Bundesliga eindrucksvoll zurück. Nach zwei Niederlagen in den ersten drei Spielen besiegten die Braves Erstliga-Absteiger Gloria Giants Düsseldorf verdient mit 91:85 (45:36). "Nach den Niederlagen war es natürlich nicht so einfach. Aber die Jungs haben unter der Woche gut gearbeitet und heute ein starkes Spiel gezeigt", freute sich Trainer Nenad Josipovic.Vor 900 Zuschauern waren die Homburger von Beginn an spielbestimmend und wollten die schlechte Leistung gegen die Cuxhaven Bascats (84:93) vergessen machen. Dank einer deutlich verbesserten Defensive und eines treffsicheren Kosta Karamatskos (acht Punkte im ersten Viertel) kamen die Saar-Pfälzer gut aus den Startlöchern, lagen zum Ende der ersten zehn Minuten aber mit 20:21 zurück. Doch es sollte der einzige Rückstand in der gesamten Partie bleiben.

Zu Beginn des zweiten Viertels drehten Mirko Damjanovic, Lee Jeka und Dmitriy Cheremnykh das Spiel (27:23). Bis zur Pause bauten die Blau-Weißen ihren Vorsprung weiter aus. Trotz einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte einer heraus: Der 2,13-Meter-Riese Cheremnykh räumte unter dem Korb mächtig auf. Sagenhafte sieben Blocks, dazu sieben Rebounds und elf Punkte - der nach dem ersten Spieltag verpflichtete Russe scheint im Saarland angekommen. "Für mich war er heute der beste Spieler auf dem Platz", lobte Punktegarant Rob McKiver (22 Zähler).

Auch in der zweiten Halbzeit baute sich die russische Wand vor den Düsseldorfern auf und sorgte mit einigen "Monsterblocks" für Begeisterung auf den Rängen. Einzig Aubrey Reese wusste Cheremnykh auszuweichen - er hielt die Rheinländer mit 34 Punkten im Spiel. Die Braves waren hingegen nicht so leicht auszurechnen: Fünf Spieler erzielten über zehn Zähler. "Wir haben heute zusammen als Mannschaft gewonnen. Jeder hat für den anderen gekämpft, und es war völlig egal, wer die Punkte macht", sagte McKiver. Am Ende war es der Amerikaner, der für die Entscheidung sorgte. Nach den üblichen taktischen Fouls behielt er die Nerven und verwandelte alle seine vier Freiwürfe. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr - und Cardenas sorgte für den krönenden Abschluss.