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Die Ausgangslage der HG Saarlouis hat sich nicht geändert

Die Ausgangslage der HG Saarlouis hat sich nicht geändert

Die HG Saarlouis steckt im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga fest. Sie hat am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Bad Schwartau einen Befreiungsschlag verpasst. Saarlouis kassierte eine 23:25 (11:11)-Niederlage.

Richard Jungmann, der Vorsitzende des Handball-Zweitligisten HG Saarlouis , war noch eine Stunde nach dem Abpfiff fassungslos: "Die zwei Punkte gegen Bad Schwartau hatte ich fest eingeplant. Der Weg in eine noch bessere Zukunft im nächsten Jahr ist bereitet, aber wir müssen die Klasse halten."

Mannschaft und Trainer sind bis 2018 an die HG Saarlouis gebunden, der Reifeprozess gerade der jungen deutschen Spieler kann also fortgesetzt werden. Auch die wichtigen Sponsoren engagieren sich künftig in gleichem Umfang. "Bei der Lizenzierung wurde uns ausgezeichnetes Wirtschaften attestiert", erklärte Jungmann. Dass dies bei drei Konkurrenten nicht so ist, ändere die sportliche Ausgangssituation nicht. "Der SV Henstedt hat keine Lizenz beantragt. Die HF Springe werden keine bekommen, weil sie ihre wirtschaftlichen Hausaufgaben nicht gemacht haben. Empor Rostock darf nachbessern und wird das wohl auch schaffen", sagte Jungmann: "Für uns heißt das nach wie vor: so schnell wie möglich die 30-Punkte-Grenze überschreiten." Während der Gast aus Bad Schwartau am Samstag dieses Minimalziel erreichen konnte, bleibt die HG nach der 23:25 (11:11)-Niederlage sechs Zähler davon entfernt.

Dabei sah es im ersten Durchgang zeitweise ganz gut aus, was die Gastgeber trotz dreiwöchiger Spielpause und ohne den verletzten Top-Torschützen Jerome Müller aufs Feld brachten. Das Tor zum 11:8 von Peter Walz (25. Minute) war beispielsweise das Resultat eines sehenswerten Spielzuges zum Kreis, der die 1420 Zuschauer in der Stadtgartenhalle begeisterte. "Wir wollen begeisternden Handball spielen", sagte HG-Trainer Heine Jensen: "Aber wir müssen unsere Chancen noch konsequenter nutzen."

Zur Pause stand es 11:11. Nach dem Wechsel erzielte Saarlouis in zwölf schwachen Minuten gerade einmal zwei Treffer. Bad Schwartau zog auf 18:13 davon. "Wenn du in einer so langen Phase kein Tor machst und der Gegner trifft, wird es natürlich schwer", sagte Jensen. Bad Schwartau verwaltete die Führung, die Torwart Dennis Klockmann mit überragenden Paraden letztendlich über die Zeit rettete. "Ein Auswärtssieg ist immer schön", erklärte Klockmann: "Und wenn du ihn dann 800 Kilometer auf der Rückfahrt genießen kannst, umso mehr."

Die Saarlouiser müssen aus den verbleibenden acht Spielen mindestens sechs Punkte holen. Da gilt es, das Positive der Partie mitzunehmen. Die HG war 45 Minuten die bessere Mannschaft. "Dafür kann ich mir keinen Blumentopf kaufen", ärgerte sich Jensen ob der vergebenen Möglichkeiten: "Mit der Defensive bin ich zufrieden. Wenn wir vorne in die Bälle reingelaufen sind, sind wir auch zu Chancen gekommen. Es waren gute Phasen dabei, aber die Phasen müssen wir verlängern."