Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 00:00 Uhr

Die Angstmacher

Mönchengladbach. Beim ersten Härtetest vor dem Start in die Fußball-Bundesliga ließ der FC Bayern München der Konkurrenz keine Luft zum Atmen. Viele fürchten wieder einen Durchmarsch der Elf von Trainer Guardiola. dpa

Die Ehrfurcht der düpierten Konkurrenz interessiert die Super-Bayern nicht. Zweieinhalb Wochen vor dem Start der Fußball-Bundesliga hat Münchens Star-Trainer Pep Guardiola genug damit zu tun, alle Spieler auf seine taktische Linie einzuschwören und atmosphärische Störungen in seinem Luxuskader zu verhindern.

Die Bayern-Auftritte im Borussia-Park erinnerten stark an eine Zweiklassen-Gesellschaft. Dementsprechend positiv fiel das erste Zwischenfazit von Sportvorstand Matthias Sammer aus. "Großes Kompliment bis hierhin an Pep und die Mannschaft, die mitzieht und die nicht den Eindruck vermittelt, dass sie genug hat, sondern dass sie weiter hungrig ist", erklärte Sammer. Die Mannschaft gehe auf die "klaren Vorstellungen des neuen Trainers" vorbildlich ein, lobte er.

Neun Tore schoss der deutsche Fußball-Rekordmeister beim zweitägigen Mini-Turnier - und das in zwei Spielen über jeweils nur 60 Minuten und mit völlig unterschiedlichen Aufstellungen. Beim 4:0 gegen den Hamburger SV saßen zunächst Arjen Robben, Thomas Müller und Neuzugang Jan Kirchhoff nur auf der Bank. Dante, Javi Martinez und Luiz Gustavo, wegen ihrer Teilnahme am Confed-Cup-Finale erst in der Vorwoche ins Training eingestiegen, spielten gar nicht. Gegen die Gladbacher mussten Dante, Mario Mandzukic und Luiz Gustavo draußenbleiben. Die verletzten Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (Sprunggelenk), Mario Götze (Muskelbündelriss) und Holger Badstuber (Reha nach Kreuzbandriss) waren gar nicht erst mitgereist.

Noch geben die prominenten Bank-Angestellten Ruhe - noch. "Wir brauchen diesen Kader. Der große Kader war 2012 eine Antwort auf das Jahr davor. Das Ergebnis: Jeder hat davon profitiert", analysierte Sammer. "Die Zeiten einer Stammelf sind vorbei. Unser Trainer wird es so handhaben, dass jeder auf genügend Einsätze kommt. Wenn sich aber ein Einzelner in den Mittelpunkt stellt, kriegt er Ärger."

Die Liga-Rivalen geraten angesichts der personellen Ressourcen der Münchner ins Staunen. "Es wird für alle Mannschaften schwer, gegen diese Bayern zu spielen", sagte Gladbachs Trainer Lucien Favre. "Bayern hat es tatsächlich geschafft, den außergewöhnlichen Kader der vergangenen Saison noch einmal zu verbessern", sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Der Liga droht eine Bayern-Übermacht. "Die sind allen anderen meilenweit voraus", sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler im Interview der "Bild am Sonntag": "Eine andere Kategorie ist das."