1. Sport
  2. Saar-Sport

Die Angst der Italiener vor dem totalen Absturz

Die Angst der Italiener vor dem totalen Absturz

Florenz. Als Titelverteidiger in der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika gescheitert, gegen die Elfenbeinküste bei Cesare Prandellis Debüt als Nationaltrainer 0:1 verloren: Italien hofft zum Start der Europameisterschafts-Qualifikation auf ein Ende der Talfahrt. In Estland soll heute, 20.30 Uhr, endlich der erste Sieg 2010 gelingen

Florenz. Als Titelverteidiger in der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika gescheitert, gegen die Elfenbeinküste bei Cesare Prandellis Debüt als Nationaltrainer 0:1 verloren: Italien hofft zum Start der Europameisterschafts-Qualifikation auf ein Ende der Talfahrt. In Estland soll heute, 20.30 Uhr, endlich der erste Sieg 2010 gelingen.In Tallinn wird eine veränderte Mannschaft auflaufen, in der Cristian Molinaro von Bundesligist VfB Stuttgart auf der linken Abwehrseite verteidigen soll. In der Offensive setzt Prandelli, der zuletzt Trainer des AC Florenz war, vor allem auf den von Vorgänger Marcello Lippi verschmähten Antonio Cassano von Sampdoria Genua. Er soll dem Offensivspiel Impulse verleihen. Der als "Enfant terrible" verschriene Stürmer ist zum Hoffnungsträger beim viermaligen Weltmeister aufgestiegen. Im Trainingslager bekam Cassano das Trikot mit der Rückennummer 10 zugeteilt. Dies gilt als große Ehre, aber auch als Bürde. Die Italiener klammern sich an den neuen Star, weil viele Routiniers fehlen oder abgetreten sind: Torwart Gianluigi Buffon kuriert einen Bandscheibenvorfall aus, und viele der Weltmeister von 2006 wie Fabio Cannavaro und Gennaro Gattuso sind zurückgetreten. Von der Mannschaft, die in Deutschland den Titel holte, sind nur noch Daniele De Rossi vom AS Rom und Andrea Pirlo übrig. Der Star vom AC Mailand soll als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff im Mittelfeld die Fäden ziehen.Pirlo ist zuversichtlich, dass mit dem neuen Trainer die Wende gelingt: "Prandelli war bislang mit allen Mannschaften erfolgreich. So wird das auch mit der Nationalelf sein." Die Zielsetzung für Tallinn ist klar: "Wir müssen gewinnen", sagt Pirlo, dem Prandelli den Deutsch-Italiener Riccardo Montolivo an die Seite stellt. Der Mittelfeldspieler vom AC Florenz war einer der wenigen WM-Lichtblicke. Pirlo weiß, dass nur mit einem erfolgreichen Start in die Qualifikation Ruhe einkehrt in die verunsicherte Nationalelf. "Jetzt müssen zwei Siege her", gibt Pirlo die Marschrichtung vor. Nach dem Spiel in Estland folgt am kommenden Dienstag in Florenz das gegen die Färöer-Inseln (20.50 Uhr). dpa