Dick im Geschäft

Kaiserslautern. Zum letzten Heimspiel des Jahres empfängt der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga 1. FC Kaiserslautern heute um 18 Uhr die TuS Koblenz im Fritz-Walter-Stadion. Eine undankbare Aufgabe für den FCK, geht er doch als haushoher Favorit gegen die stark abstiegsbedrohten Gäste in die Partie

Kaiserslautern. Zum letzten Heimspiel des Jahres empfängt der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga 1. FC Kaiserslautern heute um 18 Uhr die TuS Koblenz im Fritz-Walter-Stadion. Eine undankbare Aufgabe für den FCK, geht er doch als haushoher Favorit gegen die stark abstiegsbedrohten Gäste in die Partie. "Die Mannschaft ist in der Pflicht, ein gutes Spiel abzuliefern", macht FCK-Trainer Marco Kurz deutlich, was er erwartet. Einen eventuellen Schlendrian gegen den Außenseiter duldet der Chef nicht.

"Wir haben eine tolle Ausgangsposition. Aber die Punkte sind uns nicht in den Schoß gefallen", sagt der 40-Jährige, wobei man ihm den Stolz auf das Erreichte ansieht. Das sieht Rechtsverteidiger Florian Dick ähnlich: "So leicht, wie es auf dem Papier aussieht, wird es sicher nicht." Der 25-Jährige hat wie seine Nebenleute in der Abwehr bisher alle Spiele über die volle Distanz bestritten. Einen körperlichen Einbruch fürchtet die Nummer 23 nicht: "Ich fühle mich stark genug, dass über die ganze Saison durchzuhalten." Die dafür nötige Regeneration holt sich Dick auch in seiner Freizeit. "Gegen einen Nachmittag auf der Couch habe ich nichts einzuwenden", sagt Dick und lacht.

Abseits von Fußballplatz und Couch beschäftigt sich der ausgebildete Informatik-Kaufmann gerne mit dem Computer. "Wenn einer in der Mannschaft ein Problem mit seinem PC hat, kommt er meistens zu mir. Klappt nicht immer, aber so ein paar Tricks kenne ich noch", erzählt Dick.

Zum Saarland hat der in Bruchsal geborene Abwehr-Spezialist bislang wenig Bezug, zeigt sich aber durchaus interessiert. "Sie müssen mir ein paar Tipps geben, was man da machen kann", sagt er mit einem Lachen. Der Besuch in einem saarländischen Casino wäre sicher einen Versuch wert, ihn über die Grenze zu locken. Denn Dick mag Casinos. "Die Atmosphäre und das Ambiente, jeder macht sich schick - es ist einfach was Besonderes. Wenn die Kugel rollt oder die Karten fliegen, ist das ein schönes Flair, um abzuschalten", beschreibt er . Geld spielt dabei allenfalls eine untergeordnete Rolle. "Das Kribbeln, wenn man was setzt, ist ein schönes Gefühl. Aber dahin zu gehen, um die Kohle mitzunehmen, darum geht es mir nicht."

Ein sportliches Fernziel von Dick ist die englische Premier League. Insbesondere "die Tradition und der Zusammenhalt in Liverpool" gefallen ihm. Doch zunächst will er sich in der deutschen Bundesliga etablieren "am liebsten mit dem FCK", wie er sagt. Über den möglichen Aufstieg spricht er allerdings höchstens versteckt zwischen den Zeilen: "Was am Ende rausspringt, wissen wir dann, wenn es so weitergeht. Da müssen wir nicht groß drüber reden. Das kommt dann von ganz allein."

Zur Person

Geboren wurde Florian Dick am 9.11.1984 in Bruchsal. Seine ersten fußballerischen Schritte unternahm der Rechtsverteidiger und Informatik-Kaufmann beim FV Hambrücken, bevor er 1993 zum Karlsruher SC wechselte. Für den KSC bestritt er drei Bundesliga und 68 Zweitliga-Spiele (kein Tor). 2008 wechselte er zum FCK, für den 46 Zweitligaspiele absolvierte (drei Tore). rti