Diane will mit FCS-Frauen erneut oben mitspielen

Frauenfußball : Diane will erneut oben mitspielen

Die Frauen des 1. FC Saarbrücken starten am Samstag gegen Topfavorit Werder Bremen in die Zweitligasaison.

Es ist direkt „ein Hammerspiel“, das die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken da erwartet. Taifour Diane macht keinen Hehl daraus, dass er den Auftaktgegner Werder Bremen als Topfavorit auf den Bundesliga-Aufstieg ganz oben auf dem Zettel hat. „Trotz des Abstiegs haben sie ihre Mannschaft komplett zusammengehalten. Bremen ist sicherlich der Favorit“, sagt der FCS-Trainer vor dem Start der 2. Bundesliga an diesem Samstag um 14 Uhr auf dem heimischen Saarbrücker Kieselhumes.

Dennoch blickt Diane mit Vorfreude auf die Feuertaufe für sein Team, mit dem er in der zweiten Saison in der eingleisigen 2. Liga ein Stück höher hinaus will als zuletzt. „Letzte Saison sind wir Achter geworden. Das wollen wir diesmal besser machen. Wir wollen uns tabellarisch verbessern und oben mitspielen“, unterstreicht Diane. Das war dem FCS auch vergangene Saison lange gelungen. Zwischenzeitlich war die Mannschaft Spitzenreiter und lag sehr lange auf Aufstiegskurs, doch am Ende der Runde ging dem FCS plötzlich die Luft aus.

Jetzt wollen die FCS-Frauen einen neuen Anlauf Richtung 1. Liga unternehmen. Nachdem Teammanager Winfried Klein die Ziele deutlich formuliert hat („Wir wollen und werden oben mitspielen“), äußert sich der Trainer ähnlich. Und er tut das, obwohl ihm schon vor dem Startschuss zwei Spielerinnen weggebrochen sind, die als tragende Säulen eingeplant waren: die US-Amerikanerin Becca Rasmussen und Kapitänin Lena Ripperger. Beide erlitten einen Kreuzbandriss und werden den FCS-Frauen in dieser Saison nicht mehr helfen können.

„Diese zwei Verletzungen treffen uns sehr“, betont Diane. Er möchte daher personell nachbessern. „Das ist unser Ziel. Wir werden versuchen, noch mal qualitativ nachzulegen. Wir suchen in allen Bereichen nach Verstärkungen“, erläutert der Trainer. Diese Woche waren erneut Kandidatinnen im Probetraining dabei. Ob es passt, werde sich zeigen, sagt Diane. Auch ein Neuzugang aus dem Nicht-EU-Ausland ist möglich, nachdem mit der Japanerin Rie Nishibayashi und der neuen philippinischen Nationalspielerin Ryley Bugay nur zwei Akteurinnen dieser Kategorie im Kader stehen. Drei können pro Partie auflaufen.

Doch bis es so weit ist, muss der FCS-Trainer mit denen planen, die da sind. Im Vergleich zum ersten Pflichtspiel, dem lockeren 7:0-Erfolg am vergangenen Sonntag im DFB-Pokal bei Regionalligist 1. FFV Erfurt, hat er gegen Bremen wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Chiara Klein, die wegen ihres vorherigen Urlaubs in Thüringen noch nicht zum Einsatz kam, sei für den Liga-Auftakt wieder eine Option, sagt Diane. Gleiches gelte für Neuzugang Valérie Fogel (SG Parr Medelsheim), die das Pokalspiel berufsbedingt verpasst hatte. Jacqueline De Backer, die ebenfalls aus beruflichem Grund fehlte, wird dagegen wohl auch am Samstag noch nicht mitwirken. Auch bei den langzeitverletzten Anja Selensky und Anja Ditscheid ist Geduld gefragt.

Trotz einer anhaltend hohen Ausfallquote fiebert Diane dem ersten Spiel entgegen: „Wir freuen uns, dass es nach einer langen Vorbereitung endlich losgeht. Ich denke, wir haben uns trotz der Ausfälle gut vorbereitet. Vor allem unsere Kapitänin Lena ist für uns zwar nicht zu ersetzen. Dennoch haben wir weiterhin unsere Stärken und werden versuchen, diese gegen Bremen zu zeigen“, sagt der FCS-Trainer.

Und generell sei es „vielleicht besser, sich direkt zum Saisonstart mit den Großen zu messen“, mutmaßt Diane hinsichtlich des Hammerspiels zum Auftakt. Auf ein schnelles „Hammer-Los“ im DFB-Pokal würde er zugunsten einer machbaren Aufgabe dagegen lieber verzichten. In der Halbzeitpause der Saarbrücker Auftaktpartie gegen Bremen erfolgt vor Ort die Auslosung zur zweiten Runde, in der dann auch die ganz großen Kaliber aus der Bundesliga mit in der Verlosung sind.

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