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DFL bestraft Koblenz mit Abzug von acht Punkten

DFL bestraft Koblenz mit Abzug von acht Punkten

Koblenz. Mit dem höchsten Punktabzug in der Bundesliga-Geschichte hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Zweitligisten TuS Koblenz für einen Verstoß gegen die Lizenzauflagen bestraft. Den Koblenzern werden am Saisonende acht Zähler abgezogen, weil sie Spielerverträge von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz nicht bei der DFL vorgelegt hatten

Koblenz. Mit dem höchsten Punktabzug in der Bundesliga-Geschichte hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Zweitligisten TuS Koblenz für einen Verstoß gegen die Lizenzauflagen bestraft. Den Koblenzern werden am Saisonende acht Zähler abgezogen, weil sie Spielerverträge von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz nicht bei der DFL vorgelegt hatten. Zudem muss der Verein eine Vertragsstrafe von 200000 Euro zahlen. Der Club kann bei der DFL Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. TuS-Trainer Uwe Rapolder reagierte entsetzt auf die Nachricht: "Das ist ein Drama. Der Klassenverbleib ist infrage gestellt." Koblenz rutscht in der virtuellen Tabelle mit 32 Punkten auf Rang 14 ab und hat nur noch drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den der 1. FC Kaiserslautern einnimmt. Grund für die Bestrafung sind nachverhandelte Verträge mit zwei serbischen Spielern, die der im vergangenen Dezember zurückgetretene Präsident Hermann Gläsner nicht an die DFL gemeldet hatte. "Aufgabe der DFL ist es unter anderem, mit Hilfe des Lizenzierungsverfahrens die Grundlage für einen fairen und spannenden Wettbewerb zu sichern. Es ist daher im Sinne der Gemeinschaft der 36 Profi-Clubs nicht hinnehmbar, wenn dieses europaweit als vorbildlich angesehene System durch Täuschung ad absurdum geführt wird", begründete DFL-Geschäftsführer Christian Müller die harte Strafe. "Das ist für uns jetzt eine psychisch extrem schwierige Situation, denn wir hatten den Klassenverbleib praktisch schon sicher. Aber wir sind weiter hochmotiviert und werden uns nicht von unserem Weg abbringen lassen", sagte Rapolder. Sein Team steht damit heute beim SC Paderborn gehörig unter Druck. dpa