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DFB-Präsident Grindel plädiert für Abschaffung des Confed-Cups

Frankfurt. DFB-Präsident Reinhard Grindel (55) spricht sich offen für die Abschaffung des Confed-Cups aus. "Ich glaube, dass sich der Wettbewerb überlebt hat", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gestern: "Es wäre ein gutes Signal an die Spitzenclubs in Europa, die mit Recht vor einer zu hohen Belastung ihrer Spieler warnen, zu sagen: Wir verzichten auch mal auf einen Wettbewerb." sid

Der Fußball-Weltverband Fifa, der weiterhin von dem Format der WM-Generalprobe überzeugt ist, "sollte grundsätzlich über das Format nachdenken", äußerte Grindel: "Angesichts der Leistungsfähigkeit unserer Scouts und unserer Orga-Abteilung sind die Vorbereitungen auf eine WM so detailliert, dass es eines Kennenlernens von Stadien und Regionen nicht bedarf, von denen man ohnehin nicht weiß, ob man während des Turniers dort spielt. Der Sinn hat sich damit eigentlich erübrigt."

Der Confed-Cup wird seit 1992 ausgetragen, seit 1997 unter dem Dach der Fifa. Die deutsche Nationalmannschaft tritt im kommenden Jahr (17. Juni bis 2. Juli) als Weltmeister an.