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Deutschlands Ruderer sind auf Kurs nach London

Deutschlands Ruderer sind auf Kurs nach London

Bled. Der medaillenverwöhnte Deutsche Ruderverband (DRV) musste am letzten Finaltag der Ruder-Weltmeisterschaften im slowenischen Bled ohne Edelmetall auskommen. Dennoch fiel das Fazit von Hartmut Buschbacher positiv aus: "Wir haben elf von 14 Boote nach Olympia gebracht, das ist im Vorfeld von London eine super Sache", sagte der Bundestrainer

Bled. Der medaillenverwöhnte Deutsche Ruderverband (DRV) musste am letzten Finaltag der Ruder-Weltmeisterschaften im slowenischen Bled ohne Edelmetall auskommen. Dennoch fiel das Fazit von Hartmut Buschbacher positiv aus: "Wir haben elf von 14 Boote nach Olympia gebracht, das ist im Vorfeld von London eine super Sache", sagte der Bundestrainer.Zwei Gold- sowie zwei Silbermedaillen im olympischen Bereich, außerdem Bronze für Lena Müller im Leichtgewichts-Einer und die Silbermedaille des ebenfalls nicht olympischen Leichtgewichts-Doppelzweiers runden das diesjährige WM-Paket ab.

Am Samstag hätte der Männer-Doppelvierer sogar fast für das dritte WM-Gold gesorgt: Wenige Meter vor dem Ziel lag das deutsche Boot vorne, als Lauritz Schoof aus dem Takt kam. Der Rendsburger blieb mit seinem Ruderblatt im Wasser hängen, am Ende fehlte eine Viertelsekunde zum Sieg, den sich Australien holte. Der Zweier ohne Steuermann wurde am Samstag Letzter im Finale, der leichte Doppelvierer der Frauen kam auf den fünften Platz. Marcel Hacker im Einer erreichte Rang vier.

Am letzten WM-Tag kam Annekathrin Thiele gestern über einen sechsten Platz im Einer nicht hinaus. Sie ruderte lange vorne mit, auf den letzten 500 Metern schob sich dann die Konkurrenz an der Leipzigerin vorbei. Eine Medaille verpasst hat auch der Männer-Vierer, der sich mit Rang fünf zufriedengeben musste. Die beiden Außenseiter Linus Lichtschlag (Berlin) und Lars Hartig (Friedrichstadt) im Leichtgewichts-Doppelzweier wurden Vierter.

Eine herbe Enttäuschung mussten Anja Noske und Marie-Louise Dräger verkraften: Mit einem fünften Platz im B-Finale des Leichtgewichts-Doppelzweiers konnten die Athletinnen ihr Boot nicht für Olympia 2012 in London qualifizieren. Die Saarbrückerin Noske und Dräger (Rostock) sitzen in diesem Jahr zum ersten Mal in einem Boot und hatten während der Saison Abstimmungsprobleme. Trotzdem galten sie wegen ihrer vier WM-Medaillen aus 2010 als Favoriten in ihrer Disziplin. dapd