Deutsches Team mit positivem WM-Fazit

Ringen : Deutsches Ringer-Team mit positivem WM-Fazit

Köllerbacher Kinsinger droht aber Olympia-Aus.

Trotz des unglücklichen WM-Abschlusses im Freistil reist das deutsche Ringer-Team großteils zufrieden aus Kasachstan heim. „Ich bin einfach nur stolz auf das, was das gesamte Team in Nur-Sultan geleistet hat“, sagte Verbandspräsident Manfred Werner.

Mit je zwei Bronzemedaillen in der Griechisch-Römisch-Klasse durch Frank Stäbler und Denis Kudla sowie bei den Frauen durch Aline Rotter-Focken und Anna Schell wurden die Erwartungen übertroffen. Das Quartett sowie Eduard Popp als fünfter Athlet sicherten sich zudem ihre Olympia-Teilnahmen. „Damit konnte man vor den Titelkämpfen nicht rechnen“, sagte der deutsche Sportdirektor Jannis Zamanduridis, ehemaliger Bundesliga-Ringer des KSV Köllerbach.

Am finalen Wochenende der Titelkämpfe hatten noch die Freistil-Ringer Ahmed Dudarov (Klasse bis 86 Kilo) und Erik Thiele (Klasse bis 97 Kilo) Chancen auf den Einzug in die Medaillenkämpfe und damit auf die Qualifikation für die Sommerspiele. Beide scheiterten aber.

Enttäuschend verlief die WM für den einzigen saarländischen Teilnehmer Etienne Kinsinger. Der Köllerbacher verlor direkt in der ersten Runde gegen den als schlagbar eingestuften US-Amerikaner Ildar Hafizov (Klasse bis 60 Kilo griechisch-römisch) und musste erkennen, dass der Weg zur absoluten Weltspitze doch gewaltig groß ist.

Die verbleibenden Möglichkeiten zur Olympia-Teilnahme sind noch ein europäisches Qualifikations-Turnier im März in Budapest und ein internationales Ausscheidungsevent Ende April in Sofia. Dort werden aber nur je zwei Plätze pro Gewichtsklasse vergeben – die Sportler müssen also ins Finale kommen, um die Olympia-Tickets zu ergattern. Keine guten Aussichten also für Kinsinger.