Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 21:23 Uhr

Handball
Deutsche verpassen den Gruppensieg

Die deutsche Abwehr mit Finn Lemke (2. von rechts) und Hendrik Pekeler hatte gegen Mazedonien um Filip Mirkulovski viel Arbeit.
Die deutsche Abwehr mit Finn Lemke (2. von rechts) und Hendrik Pekeler hatte gegen Mazedonien um Filip Mirkulovski viel Arbeit. FOTO: Monika Skolimowska / dpa
Zagreb. Im letzten EM-Vorrundenspiel reicht es gegen Mazedonien nur zu einem 25:25. Sloweniens Protest abgeschmettert.

Gruppensieg verpasst, Medaillenchancen gesunken: Die deutschen Handballer haben bei der EM in Kroatien gestern Abend den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen. Der Titelverteidiger kam im abschließenden Vorrundenspiel gegen Mazedonien in Zagreb in einem weiteren Krimi nicht über ein 25:25 (12:11) hinaus und verspielte damit eine sehr gute Ausgangsposition für die Hauptrunde. Ob die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zwei oder drei Punkte in die zweite Turnierphase mitnimmt, entschied sich erst am späten gestrigen Abend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe im Spiel Montenegro gegen Slowenien. Gegner der Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop in der Hauptrunde sind ab Freitag Ex-Weltmeister Spanien, Olympiasieger Dänemark und Außenseiter Tschechien.

Bester deutscher Werfer war der Kieler Steffen Weinhold mit sieben Toren. „Mir geht es nicht ganz so gut. Wir hatten die Chance auf den Sieg, spielen es aber zu undiszipliniert in der letzten Szene“, sagte Prokop zum letzten deutschen Angriff, der nicht zum erhofften Sieg führte.

Prokop setzte im Tor wieder auf Andreas Wolff, der kurzfristig nachnominierte Finn Lemke durfte erstmals nach 3:42 Minuten ran. Wie schon beim Krimi gegen Slowenien (25:25) kamen die Bad Boys schlecht ins Spiel, im Angriff leistete sich die DHB-Auswahl einige Fehlwürfe und technische Fehler. Die Folge war ein 2:5-Rückstand gegen den WM-15. (8.). Dann steigerte sich Wolff immer weiter, Lemke stabilisierte den Mittelblock und brachte viel Emotion ins Spiel. So verwandelte der Olympia-Dritte einen 5:7-Rückstand (16.) in eine 10:7-Führung (22.), auch weil der mazedonische Topstar Kiril Lazarov nur zwei seiner acht Versuche verwandelte.

Aber auch nach der Pause schlossen die Deutschen oft zu überhastet ab. Prokop reagierte: Beim 16:19 (42.) brachte er Silvio Heinevetter für Wolff ins Tor und nahm eine Auszeit. Kreisläufer Hendrik Pekeler glich zum 20:20 (49.) aus, der starke Weinhold sorgte für die Führung (51.). In der umkämpften Schlussphase traf Patrick Groetzki zum 24:23 (57.). Es blieb spannend, Mazedonien glich erneut aus (25:25/58.). 13 Sekunden vor Schluss parierte Heinevetter gegen den freistehenden Kreisläufer Stojanche Stoilov und rettete damit wenigstens einen Zähler.

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat indes auch den zweiten Einspruch Sloweniens gegen das 25:25 abgewiesen. Die Slowenen wollen jetzt auch das letzte juristische Mittel ausschöpfen und das Schiedsgericht der EHF anrufen. Das Ergebnis hat aber trotzdem endgültig Bestand.