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Deutsche Tennis-Herren zittern sich zum 2:1 gegen die USA

Düsseldorf. Mit einem Zittersieg in letzter Minute hat die deutsche Tennis-Nationalmannschaft beim World Team Cup in Düsseldorf die Auftaktpleite gegen die USA verhindert

Düsseldorf. Mit einem Zittersieg in letzter Minute hat die deutsche Tennis-Nationalmannschaft beim World Team Cup in Düsseldorf die Auftaktpleite gegen die USA verhindert. Nicolas Kiefer (Foto: dpa) und Mischa Zverev sorgten in einem Doppel zwischen Hoffen und Bangen durch ein 4:6, 6:4, 10:1 gegen Sam Querrey/Mardy Fish für den Punkt zum 2:1-Sieg, der nach dem Fehlstart von Rainer Schüttler tags zuvor gegen Querrey in weiter Ferne schien. Philipp Kohlschreiber (Foto: dpa) hatte das Team von Patrik Kühnen durch ein 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 6:0 gegen Robby Ginepri wieder ins Spiel gebracht. Den Sack zu machten Kiefer und Zverev in ihrem ersten gemeinsamen Doppel, mit dem sie den siebten Sieg im 16. WM-Vergleich gegen die USA schafften. Nächster Gegner auf dem roten Sand im Rochusclub ist ab heute Frankreich, das Titelverteidiger Schweden mit 1:2 unterlag.


"Ich bin froh, dass ich es über den Kampf und meinen Willen noch umgebogen habe", sagte Kohlschreiber, nachdem er sein Team mühsam wieder ins Spiel gebracht hatte. Erst als der 25-Jährige sich auf jeden Ball konzentrierte, lief es wie am Schnürchen. "Robby hat mich echt ein bisschen überrascht. Er hat stärker gespielt, als ich es vermutet hatte", sagte der Weltranglisten-31., der sich im dritten Satz freispielte und dann nichts mehr anbrennen ließ.

Dabei hatte der Davis-Cup-Akteur die Hoffnung auf eine Wende schon fast aufgegeben. Aber auf der Bank saß in Bundestrainer Kühnen ein unverbesserlicher Optimist, der ihn bei jedem Ballwechsel aufs Neue anstachelte. "Patrik macht das immer super auf der Bank. Er gibt selber nie auf, und das macht man dann als Spieler auch nicht", erklärte der auf der ATP-Tour momentan trainerlose Spieler, der mit Thomas Hogstedt offensichtlich nicht zusammenarbeiten konnte. "Ich bin einer, der immer seinen Kopf durchsetzen will und der eine eigene Meinung hat." Der Ärger im Umfeld habe ihn bis auf den Platz verfolgt und sein Tennis negativ beeinflusst. "Ich musste etwas ändern. Ich glaube, ich habe die richtige Entscheidung getroffen." dpa

Andreas Beck ist beim ATP-Turnier in Kitzbühel in das Achtelfinale eingezogen. Der 23 Jahre alte Linkshänder aus Stuttgart setzte sich gestern gegen den Tschechen Jan Hernych in 2:17 Stunden mit 5:7, 6:3, 7:5 durch. Bei der mit 450 000 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung trifft Beck nun auf den an Nummer vier gesetzten Altmeister Fabrice Santoro aus Frankreich oder den Spanier Oscar Hernandez.