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Deutsche Schützenfeste

Deutsche Schützenfeste

In der Champions League haben Bayern München und Bayer Leverkusen für einen deutschen Gala-Abend gesorgt. Bayern fertigte Viktoria Pilsen mit 5:0 ab. Mit 4:0 schickte Leverkusen Schachtjor Donezk nach Hause.

Fünf Tage nach seinem Phantomtor hat Stefan Kießling Bayer Leverkusen zu einem wichtigen Sieg in der Champions League geführt. Mit dem 4:0 (1:0)-Erfolg über Schachtjor Donezk und dem zweiten Heimsieg nacheinander hat sich der Bundesliga-Dritte alle Chancen erhalten, das Achtelfinale in der Fußball-Königsklasse zu erreichen. Vor 25 184 Zuschauern in der BayArena legte gestern ausgerechnet Kießling mit seinem Doppelpack (22. Minute/72.) und einer starken Leistung den Grundstein zum Sieg. Kapitän Simon Rolfes (50./Foulelfmeter) mit seinem dritten Tor im dritten Gruppenspiel und Sidney Sam (57.) sorgten für die Entscheidung.

Mit nun sechs Punkten schob sich Leverkusen in der Gruppe A an Donezk vorbei und geht mit einer guten Ausgangssituation in das Rückspiel in zwei Wochen in der Ukraine. Die Leverkusener setzten zudem eine Serie fort: Vor heimischer Kulisse bleiben sie gegen ukrainische Teams unbesiegt.

In der Gruppe unbesiegt bleibt der FC Bayern München. Angetrieben von Spaßfußballer Franck Ribéry stürmt Bayern unaufhaltsam dem Achtelfinale der Champions League entgegen. Für den Titelverteidiger war Viktoria Pilsen beim 5:0 (2:0) nicht mehr als ein Spielball. Überragender Mann beim dritten Sieg im dritten Gruppenspiel war wieder einmal Ribéry - und das nicht nur wegen seiner beiden Treffer in der 25. Minute per Foulelfmeter und in der 61. Minute nach tollem Solo auftritt.

Europas Fußaller des Jahres wurde bei seiner Auswechselung in der 67. Minute von den 68 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena nach seiner Weltklasse-Vorstellung mit Sprechchören gefeiert. Die weiteren Treffer gegen einen hoffnungslos überforderten Gegner markierten David Alaba (37.), Bastian Schweinsteiger (64.) und Mario Götze (90.+1) mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Bayern.

Schon in zwei Wochen kann der Triple-Gewinner aus München im Rückspiel beim tschechischen Meister den Einzug in der K.o.-Runde perfekt machen. Nach der Hälfte der Gruppenspiele führen die Bayern die Gruppe D mit 9 Punkten an vor Manchester City (6), das bei ZSKA Moskau (3) mit 2:1 gewann.

Schon nach wenigen Minuten stellte sich in München niemand mehr die Frage, wer gewinnen würde, sondern nur noch die Frage, wie hoch. Die Bayern machten mit Viktoria, was sie wollten - nur mit dem Toreschießen ließen sie sich Zeit. Chancen hatten sie beinahe im Minutentakt. Oft sah es um den Strafraum von Pilsen herum wie beim Handball aus. Die Bayern spielten sich die Bälle nach Belieben zu. Die fünf Tore waren schließlich die logische Konsequenz.