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Deutsche Rodler um Überflieger Loch auch bei der EM unschlagbar

Oberhof. Die deutschen Rodler sorgen mit ihrer beeindruckenden Dominanz allmählich für Langeweile in der Welt des Schlittensports. Bei der Heim-EM in Oberhof fuhren die schwarz-rot-goldenen Asse am Wochenende nicht nur souverän zu allen Titeln, sondern holten bei Männern, Frauen und Doppelsitzern gleich acht von neun Podestplätzen

Oberhof. Die deutschen Rodler sorgen mit ihrer beeindruckenden Dominanz allmählich für Langeweile in der Welt des Schlittensports. Bei der Heim-EM in Oberhof fuhren die schwarz-rot-goldenen Asse am Wochenende nicht nur souverän zu allen Titeln, sondern holten bei Männern, Frauen und Doppelsitzern gleich acht von neun Podestplätzen.Nach drei WM-Erfolgen und dem Olympiasieg von Vancouver durfte sich Überflieger Felix Loch endlich auch über den ersten EM-Titel seiner Laufbahn freuen. Souverän gewann er vor seinen Teamkollegen Andi Langenhan und Johannes Ludwig. "Jetzt ist die Titelsammlung komplett", meinte Loch und scherzte: "Eigentlich könnte ich meine Karriere jetzt beenden." Für Natalie Geisenberger war es bereits das zweite EM-Einzelgold nach 2008, die Doppelsitzer-Piloten Toni Eggert und Sascha Benecken heimsten ihren ersten internationalen Titel überhaupt ein. Zusammen mit Loch schlitterten die drei zum Abschluss am Sonntag noch zu einem überlegenen Sieg in der Teamstaffel, die 2014 in Sotschi erstmals olympisch sein wird und eine weitere deutsche Medaille verspricht.


Für die einzige Überraschung in Thüringens Wintersport-Mekka sorgte das Doppelsitzer-Duo Eggert/Benecken aus dem Nordharz. Erstmals in dieser Saison standen nämlich die beiden und nicht Tobias Wendl/Tobias Arlt auf Platz eins. Und das ausgerechnet im Kampf um die ersten Medaillen dieses Winters. "Unser Ziel war es nicht, Wendl/Arlt die Serie zu versauen - wir fahren unser eigenes Rennen", meinte Eggert kühl. Der enttäuschte Wendl gab die Schuld für Rang zwei dem Material. "Hier haben wir Zeit eingebüßt." dpa