Deutsche glauben nicht an Bach

Düsseldorf · Die Deutschen räumen Thomas Bach wenig Chancen ein, als Sieger der Wahl zum nächsten Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hervorzugehen. Nur 18 Prozent erwarten, dass der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 10.

September beim IOC-Kongress in Buenos Aires die Nachfolge von Jacques Rogge antreten kann. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Der 59-jährige Wirtschaftsanwalt und IOC-Vize-Präsident aus Tauberbischofsheim gilt im internationalen Sport als Favorit bei der Präsidentenwahl. Weitere Kandidaten sind Ng Ser Miang (Singapur), Richard Carrion (Puerto Rico), Denis Oswald (Schweiz), Sergej Bubka (Ukraine) und Wu Ching-Kuo (Taiwan).

Auf eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung könnte sich der DOSB stützen, wenn er sich zu einer Bewerbung um die Olympischen Spiele 2022 entschließen würde. 56 Prozent sind für eine Kandidatur, 24 Prozent dagegen, 20 Prozent haben keine Meinung dazu. Die Entscheidung für eine deutsche Olympia-Bewerbung muss bis 14. November fallen. Dann läuft die Bewerbungsfrist beim IOC ab. Denkbar ist, dass München noch mal ins Rennen um die Winterspiele 2022 geht.

Generell ist das Interesse der Deutschen an Olympischen Spielen groß. Fast drei Viertel (73 Prozent) sagen grundsätzlich Ja zu Olympischen Spielen, nur 17 Prozent halten das Sportgroßereignis für nicht notwendig. Nicht viel weniger plädieren für den Verbleib von Ringen im olympischen Programm. 67 Prozent der Deutschen finden, dass die Kampfsportart olympisch bleiben soll, elf Prozent halten sie für verzichtbar. Ob Ringen auch 2020 im Sommerspiele-Programm bleibt, entscheidet das IOC am Sonntag.