Der Zoff im deutschen Davis-Cup-Team geht weiter

Der Zoff im deutschen Davis-Cup-Team geht weiter

Berlin. Im Dauerstreit innerhalb des deutschen Davis-Cup-Teams steht ein klärendes Gespräch unmittelbar bevor. Sowohl der Deutsche Tennis Bund als auch Philipp Kohlschreibers Management bestätigten, dass dies "direkt nach" dem derzeitigen Masters-Series-Turnier in Paris vorgesehen sei. Dort war Kohlschreiber im Einzel in der ersten Runde ausgeschieden

Berlin. Im Dauerstreit innerhalb des deutschen Davis-Cup-Teams steht ein klärendes Gespräch unmittelbar bevor. Sowohl der Deutsche Tennis Bund als auch Philipp Kohlschreibers Management bestätigten, dass dies "direkt nach" dem derzeitigen Masters-Series-Turnier in Paris vorgesehen sei. Dort war Kohlschreiber im Einzel in der ersten Runde ausgeschieden. "Unser Plan ist weiterhin, dass wir das mit Philipp Kohlschreiber und Patrik Kühnen klären", sagte DTB-Sprecher Oliver Quante und betonte mit Blick auf die Bundestrainer-Frage: "Es gibt keinen Plan B." Kohlschreibers Manager Stephan Fehske sprach von einem bevorstehenden Gespräch zwischen dem besten deutschen Profi und DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg. Ob es auch zu einem Dialog zwischen Kohlschreiber und Kühnen kommt, ist offen."Das Präsidium um Karl-Georg Altenburg, Stephan Brune und Carl-Uwe "Charly" Steeb bemüht sich intensiv in Einzelgesprächen, mit den Spielern und dem Teamchef einen gangbaren und stabilen Weg für die kommenden Jahre zu finden. Unser aller Primärziel ist es, mit dem bestmöglichen Team nach Argentinien zu gehen", erklärte Fehske. Dort tritt das deutsche Davis-Cup-Team Anfang Februar 2013 zur Erstrunden-Partie an. Zuletzt hatte Kohlschreiber, der von Kühnen nicht für die Relegationspartie gegen Australien Mitte September nominiert worden war, eine Versöhnung mit Kühnen als "fast unmöglich" bezeichnet.

Kühnen wollte sich nicht öffentlich äußern - auch nicht zu den Dissonanzen wegen der Kündigung des Team-Sponsors Atlanticlux, der auch persönlicher Werbepartner des Püttlingers ist. "Das ist ein Vorgang, über den wir alle beim Deutschen Tennis Bund nicht glücklich sind", sagte DTB-Vizepräsident Steeb am Dienstag: "Der Vertrag mit Atlanticlux läuft noch für 2013, und am liebsten würde ihn unsere Marketingabteilung sogar ausbauen." dpa

Foto: Zinken/dapd