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Der TV Holz plant den großen Umbruch

Volleyball : Der TV Holz plant den großen Umbruch

Der Volleyball-Zweitligist sucht einen neuen hauptamtlichen Cheftrainer. Auch in der Mannschaft wird es Veränderungen geben.

Während die Sportwelt aufgrund der Corona-Pandemie beinahe stillsteht, plant der TV Holz die kommende Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd – und geht vor einem großen Umbruch aus. Auch in der sportlichen Leitung.

Auf der Internetseite der Prowin Volleys ist eine Ausschreibung für die Position des Cheftrainers zu finden, noch bis 15. April können sich Bewerber melden. Die Position hat aktuell noch Patrick Fielker (30) inne. Gemeinsam mit dem nicht hauptamtlich angestellten Ralf Dodler (48) ist er für die Mannschaft verantwortlich.

„Wir möchten mit beiden weiterarbeiten, weil wir sehr zufrieden sind. Aber bei Patrick ist es verständlich, wenn er den nächsten Schritt gehen möchte. Und Ralf ist Unternehmer, er hat einen großen beruflichen Aufwand. Und der Zeitaufwand in der 2. Bundesliga ist sehr hoch. Er weiß noch nicht, wie er weitermachen wird. In einem offenen Prozess zwischen allen Beteiligten haben wir entschieden, die Stellen vorsorglich auszuschreiben“, erläutert Geschäftsführer Philipp Grau.

Fielker ist seit vier Jahren im Amt. Er ist der erste hauptamtliche Trainer des TV Holz, hat ein Förderungs- und Jugendtrainingskonzept etabliert und die prowin Volleys mit Dodler aus der 3. in die 2. Liga geführt. In der gerade abgebrochenen Runde stand Holz nach schwierigem Saisonstart auf Platz neun – mit sieben Siegen und zehn Niederlagen.

Nun muss sich der TV Holz neu orientieren. Fielker schaut sich deutschlandweit nach Ausschreibungen um, ihn reize „der absolute Spitzensport“, sagt er. Und Geschäftsführer Grau sichtet „gute Bewerbungen aus dem In- und Ausland“. Mit wem der mutmaßlich neue Cheftrainer arbeiten wird, ist auch noch nicht ganz klar.

„Mit den Spielerinnen hatten wir erste Gespräche geführt. Es könnte einen größeren Umbruch geben. Im Raum steht, dass einige aufhören werden“, sagt Fielker. Es handelt sich hier um Katharina von Oetinger (26, Mittelblock), Alica Zimmer (25, Außenangriff), Michelle Grandinetti (27, Libero) und Denise Linz (28, Außenangriff).

Bei den meisten werden berufliche Entwicklungen die Entscheidung maßgeblich beeinflussen. Bei Kapitänin Linz, die in ihre zehnte Saison in Holz gehen würde, ist es nicht so. „Ich kann den Zeitaufwand mit meinen persönlichen Einsatzzeiten in der Saison nicht mehr rechtfertigen. Ich habe meine Aufgaben dann mehr im Mentalcoaching, im Entwickeln der Spielerinnen, gesucht. Aber das erfüllt meinen sportlichen Ehrgeiz nicht mehr“, sagt Linz, die es aufgrund des Abbruchs der Saison „sehr, sehr schade“ findet, „dass man mich um mein Abschiedsspiel gebracht hat. Das fehlt mir einfach“. Zur Entscheidung der Volleyball-Bundesliga stehe sie aber selbstverständlich „zu 100 Prozent“.