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Fußball-WM
Der Senegal überrascht Lewandowskis Polen mit 2:1

Senegals Sadio Mané (re.) gewann das Torjäger-Duell gegen Polens Robert Lewandowski (l.)
Senegals Sadio Mané (re.) gewann das Torjäger-Duell gegen Polens Robert Lewandowski (l.) FOTO: dpa / Petter Arvidson
Moskau. Erster Sieg eines afrikanischen Teams bei dieser WM.

Robert Lewandowski war beinahe unsichtbar, ausgeschaltet, wirkungslos. Der formschwache polnische Torjäger vom FC Bayern hat das Duell mit Senegals Sadio Mané gestern Abend klar verloren. Die Polen als Favorit der Gruppe H müssen nach einer bitteren Niederlage um den erstmaligen Einzug ins WM-Achtelfinale seit 1986 zittern. Polen unterlag im Moskauer Spartak-Stadion verdient mit 1:2 (0:1). Die Europäer ermöglichten den „Löwen von Teranga“ in der Gruppe H den ersten Sieg im fünften Auftritt einer afrikanischen Mannschaft bei der WM in Russland.


Lewandowski fiel mit dem einrasierten Blitz in seinem Haaransatz auf, doch wie schon in der entscheidenden Saisonphase bei den Münchnern trat er nicht wie jener Stürmer von Weltklasse auf, der er zu sein glaubt. Mané traf zwar auch nicht das Tor, doch der Liverpooler spielte eine Klasse besser und feierte einen enorm wichtigen Sieg.

Polens Verteidiger Thiago Cionek fälschte beim 0:1 den Ball zunächst nach einem Schuss von Idrissa Gueye (37.) unhaltbar ab. Das zweite Tor servierte Polen auf dem Silbertablett – nach Slapstick-Art: Krychowiak schlug den Ball unkontrolliert Richtung eigenes Tor, Jan Bednarek und der herausgelaufene Torhüter Wojciech Szczesny hatten einen Aussetzer. M‘Baye Niang schob zu seinem ersten Länderspieltor ein (60.). Grzegorz Krychowiak (86.) traf für Polen zu spät.