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Der SC Freiburg ist das Vorbild

Der SC Freiburg ist das Vorbild

Homburg. Nach elf Jahren in den Niederungen der Fußball-Oberliga, hat sich mit dem Aufstieg in die Regionalliga West für den FC 08 Homburg ein Traum erfüllt. Gleichzeitig haben sich aber auch die Anforderungen an die verantwortlichen Personen drastisch erhöht

Homburg. Nach elf Jahren in den Niederungen der Fußball-Oberliga, hat sich mit dem Aufstieg in die Regionalliga West für den FC 08 Homburg ein Traum erfüllt. Gleichzeitig haben sich aber auch die Anforderungen an die verantwortlichen Personen drastisch erhöht. Peter Müller, Vorstandsvorsitzender des FCH, weiß, dass nun auch "profi-ähnliche Bedingungen" gefragt sind, soll der Traum nicht schon nach einer Saison ausgeträumt sein.Einen wichtigen Schritt in diese Richtung hat der Vorstand mit der Anmietung des neuen Trainingsplatzes der abgemeldeten DJK Erbach getan, wo derzeit neben den Jugendmannschaften auch die Regionalliga-Profis bis zur Fertigstellung des im Umbau befindlichen Rasenplatzes hinter dem Waldstadion trainieren. Danach wird das Erbacher Gelände komplett dem Nachwuchs zur Verfügung stehen."Der DJK-Platz ist das Rückgrat unserer ganzen Trainingsarbeit. Ich sehe mich als Vorstand in der Pflicht, mich für die Jugend einzusetzen", erklärt Müller, wie wichtig für ihn die Nachwuchsförderung ist. Dabei bleibt noch viel zu tun. Die Mannschaftskabinen im seit drei Jahren leer stehenden Clubheim auf dem Erbacher Gelände sind verfallen, die Rohrleitungen während des kalten Winters geplatzt, so dass die Kids sich nicht vor Ort umziehen, geschweige denn duschen können.Um diese Schwachstellen in der Jugendarbeit auszubessern, hat der Verein einen Sponsor gesucht - und in dem Schwarzenbacher Gebäudereinigungs-Unternehmen Celesta gefunden. "Wir haben die Jugendabteilung namensrechtlich komplett vergeben", erklärt Müller, dass der gesamte Nachwuchsbereich nun offiziell unter Celesta-Jugendabteilung firmiert."Wir wollen der Platzhirsch im Saar-Pfalz-Kreis sein, so dass die Talente zu uns kommen", sagt der Vorstandschef. Von den Minis bis zur B-Jugend hat der FCH schon jetzt mindestens zwei Mannschaften am Start. Bei der A-Jugend steht noch nicht fest, ob es für zwei Teams reichen wird. Dagegen "platzen wir in der C-Jugend aus allen Nähten", sagt Müller stolz. 54 Spieler verteilen sich hier auf drei Mannschaften. Um diesem Ansturm gerecht zu werden, ist der Club in dieser Altersklasse eine Kooperation mit dem benachbarten SV Altstadt eingegangen, der seinerseits noch einmal sieben Spieler für den FC Homburg III abstellt.Um eine engere Verzahnung zwischen erster Mannschaft und der Jugend zu erreichen, wurde mit Oliver Müller ein neuer Jugendkoordinator eingesetzt. Der Torwarttrainer der Profis kümmert sich seither nicht nur um die Torhüter der A- bis D-Jugendmannschaften, sondern sichtet bei den älteren Jahrgängen auch Talente, die sich eventuell für den Profi-Bereich anbieten. Oliver Müller sieht sich als "Teil eines Gesamtkonzepts", an dessen Ende "im Idealfall ein SC Freiburg-Gebilde" steht. Wie die Breisgauer will der FCH künftig verstärkt auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen. "Wir wollen der Platzhirsch im Saar-Pfalz- Kreis sein, so dass die Talente zu uns kommen."Peter Müller, Vorstandsvorsitzender des FC Homburg