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Kommentar zur Krise im Saarsport
Der Saarsport im luftleeren Raum

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der LC Rehlingen ist seinem Vorsitzenden Thomas Klein zu großem Dank verpflichtet. Klein ist so vernünftig, das Projekt „Laufschlauch“ abzublasen. Ein Projekt, das Innen- und Sportminister Klaus Bouillon vollmundig initiiert hatte – zugleich aber ein Projekt, das in den Tagen der Finanzkrise beim Landessportverband für das Saarland schlichtweg nicht vermittelbar ist. Von Mark Weishaupt
Mark Weishaupt

Der LC Rehlingen ist seinem Vorsitzenden Thomas Klein zu großem Dank verpflichtet. Klein ist so vernünftig, das Projekt „Laufschlauch“ abzublasen. Ein Projekt, das Innen- und Sportminister Klaus Bouillon vollmundig initiiert hatte – zugleich aber ein Projekt, das in den Tagen der Finanzkrise beim Landessportverband für das Saarland schlichtweg nicht vermittelbar ist.


Dass Klein diese Entscheidung treffen und verkünden muss, zeigt das aktuelle Dilemma: Der Saarsport befindet sich zu großen Teilen in einer Schockstarre, Vereins-Verantwortliche werden alleine gelassen, die Führungsspitze im LSVS ist de facto nicht mehr existent. Und niemand scheint auch nur ansatzweise eine Ahnung davon zu haben, wie es weitergehen soll. Verbände und Vereine haben keine Planungssicherheit mehr, ob sie Veranstaltungen durchführen können, ob sie Trainer einstellen oder bezahlen können, ob sie Athleten verpflichten und entlohnen können. Der Saarsport befindet sich im luftleeren Raum und braucht schnell Hilfe – aber in der Politik ist das offenbar nicht bei allen angekommen.