Machtkampf im Saarfußball: Der Neustart im SFV wird kommen – so oder so

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Das Präsidium des Saarländischen Fußball-Verbandes kann es drehen und wenden, wie es will: Spätestens durch die Unterschriften-Aktion der Gruppe „Vereine vor“ ist schwarz auf weiß dokumentiert, dass bisher mindestens ein Drittel der Vereine einfach keine Lust mehr hat, von den aktuell handelnden Personen geführt zu werden.

Der Unmut an der Basis ist groß – und das nicht erst seit einigen Wochen, sondern schon seit Jahren. Die Gruppe um Thorsten Klein hatte nun als erste die Courage, diese Stimmungen aufzunehmen, zu bündeln und in einen Antrag auf einen Neuanfang im Saarfußball umgewandelt.

Dieses Misstrauensvotum mit einem Gutachten des LSVS-Justiziars (!) abzubügeln, zeugt nicht von Souveränität und vermittelt zum anderen alles andere als Feingefühl. Es geht „Vereine vor“ – und übrigens auch dem zweiten Herausforderer Udo Hölzer – nicht nur um den führenden Kopf im mit 100 000 Mitgliedern größten Sportfachverband des Landes, sondern um einen personellen Neustart auf allen Ebenen. Dieser Neustart ist längst eingeläutet – da helfen auch keine Gutachten aus befreundeter Ecke. Die Zeichen stehen auf Wechsel – offen ist nur der Zeitpunkt.

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