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Der neue General van Gaal Der Hamburger SV soll sich mit Zé Roberto bereits einig sein

Der neue General van Gaal Der Hamburger SV soll sich mit Zé Roberto bereits einig sein

München. Mit sieben Neuzugängen um 30-Millionen-Mann Mario Gomez ist der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München unter seinem Wunschtrainer Louis van Gaal zu neuen Titel-Taten aufgebrochen. "Ich bin sehr stolz und froh, bei einem so großen Club arbeiten zu können. Die Kultur von Bayern München passt zu mir. Das Lebensgefühl passt mir wie ein warmer Mantel

München. Mit sieben Neuzugängen um 30-Millionen-Mann Mario Gomez ist der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München unter seinem Wunschtrainer Louis van Gaal zu neuen Titel-Taten aufgebrochen. "Ich bin sehr stolz und froh, bei einem so großen Club arbeiten zu können. Die Kultur von Bayern München passt zu mir. Das Lebensgefühl passt mir wie ein warmer Mantel. Mia san mir! Wir sind wir! Und ich bin ich! Selbstbewusst, dominant, ehrlich, arbeitsam, innovativ. Aber auch warm und familiär", sagte van Gaal bei der Pressekonferenz nach dem "sehr leichten Training. Ein Training, das zum Kennenlernen diente." Manager Uli Hoeneß stimmte den 57-Jährigen auf München ein. "Wir sind froh, ihn hier zu haben. Wir sind sicher, du in der Lederhose, das passt", begrüßte Hoeneß den neuen Chefcoach.

"Unser Ziel ist es, hart um Titel zu streiten, in der Meisterschaft, aber auch im Pokal", führte van Gaal aus. Unter die besten Acht in der Champions League wolle man kommen, sagte der bis 2011 verpflichtete Coach, "und vielleicht gewinnen wir am Ende die Champions League:"

Die Ära van Gaal, deren Start durch Misstöne von Confed-Cup-Sieger Lucio gestört wurde, begann mit rund vierzigminütiger Verspätung. Mit 13 Experten, darunter die von ihm mitgebrachten Andries Jonker (Co-Trainer), Jos van Dijk (Trainingssteuerung) und Max Reckers (Video-Analyse), nahm van Gaal den Dienst auf. Fast die komplette Mannschaft trat an. Nur die Confed-Cup-Spieler Lucio und Luca Toni haben noch Urlaub. Bastian Schweinsteiger ist nach seinem Eingriff am Knie noch nicht wieder voll belastbar. Dagegen kickte Spekulationsobjekt Franck Ribéry sich ebenso durch den Hütchen-Parcours wie die neuen Leute, die für rund 50 Millionen Euro gekommen waren. Gomez, Ivica Olic, Anatoli Timoschtschuk, Danijel Pranjic, Edson Braafheid, Alexander Baumjohann und Rückkehrer Andreas Görlitz.

Misstöne aus Brasilien mischten sich derweil in die Aufbruchstimmung beim FCB. Abwehrchef Lucio reagierte tief gekränkt auf Meldungen, wonach van Gaal nicht mehr mit ihm plane. "Bayern und die Berichte über mich haben eine Situation kreiert, die alles andere als schön ist. Deshalb ist ein Wechsel sinnvoll", sagte Lucio. Hoeneß reagierte leicht genervt. "Wir haben keinen Grund gesehen, uns zu den Gerüchten zu äußern. Wenn Lucio meint, er hat ein Problem, dann kann er gerne zu uns kommen."

Hamburg. Kurz vor dem Trainingsauftakt bahnt sich beim Hamburger SV mit dem brasilianischen Mittelfeldstar Zé Roberto (Foto: dpa) der erste spektakuläre Transfer an. Nach dpa-Informationen geht es nur noch um letzte Formalitäten für einen Zweijahresvertrag des ablösefrei von Bayern München wechselnden 34-Jährigen. Zé Roberto bestätigte die Verhandlungen: "Das ist doch perfekt für mich und meine Familie. Der HSV ist ein großer Club, mit guten Strukturen, einem super Stadion und tollen Fans."

Zé Roberto soll die Siegermentalität von der Isar an die Elbe bringen. Der 84-malige brasilianische Nationalspieler ist mit den Bayern 2003, 2005, 2006 und 2008 deutscher Meister und Pokalsieger geworden und gehörte auch in der vergangenen Saison zu den Stützen. In 29 Partien schoss er vier Tore. In den Personalplanungen des neuen Bayern-Trainers Louis van Gaal spielt Zé Roberto aber keine tragende Rolle mehr.

"Es ist kein Geheimnis, dass ich einen Zweijahresvertrag unterschrieben hätte", sagte der Brasilianer. Für einen einjährigen Vertrag, den ihm Bayern anbot, war er sich zu schade. Dennoch wollte er in der Bundesliga bleiben. dpa