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Der Milliarden-Kampf bahnt sich an

Der Milliarden-Kampf bahnt sich an

Floyd Mayweather und Conor McGregor wollen den größten Boxkampf aller Zeiten bestreiten. Er soll um den Jahreswechsel steigen.

Die Verhandlungen für den ersten Milliarden-Kampf nehmen gerade Fahrt auf, doch das verbale Duell zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor ist eröffnet. "Meine Faust ist größer als sein Kopf. Ich werde ihm beibringen, wie man richtig kämpft", sagt Mixed-Martial-Arts-Kämpfer McGregor, der 28-jährige Superstar und Doppel-Weltmeister der Ultimate Fighting Championship (UFC).

Langsam, aber sicher bahnt sich das Duell der Superlative an zwischen dem Iren und Floyd "The Money" Mayweather, dem ungeschlagenen Profibox-Weltmeister aus den USA. Angepeilter Termin: um den Jahreswechsel. "Alle wollen das sehen, und wir wollen es den Fans geben", sagt der 39-jährige Mayweather. Mit einem Rekord von 49 Siegen ohne Niederlage war er 2015 zurückgetreten, doch nun lockt das große Geld.

"Ich bin davon überzeugt, dass der Kampf beim Verkauf eine Milliarde US-Dollar bringen kann", sagt McGregor. Mayweather hatte mit seinem Titelkampf gegen Manny Pacquiao im Mai 2015 über das Bezahlfernsehen die Rekordsumme von 410 Millionen Dollar generiert. Das könnte locker übertroffen werden, denn einen derartigen Kampf mit Sportlern aus zwei unterschiedlichen Disziplinen, beide derart exzentrisch, hat es noch nie gegeben.

"Floyd und ich müssen uns treffen und reden. Sobald wir eine Zahl haben, mit der ich und er zufrieden sind, gehen wir zu den Promotern", sagt McGregor, der die nötige Profibox-Lizenz besitzt. Der 28-Jährige holte 2016 als erster Kämpfer Titel in zwei Gewichtsklassen der Ultimate Fighting Championship (UFC) und ist mittlerweile gelangweilt, weil ihm die Gegner fehlen.

100 Millionen Dollar Antrittsgage will McGregor angeblich kassieren. Nicht ausgeschlossen, dass das tatsächlich passiert. Er ist nicht nur König der Vollkontaktsportler, sondern auch ein knallharter Geschäftsmann. Mit seinen Kämpfen hat der Mann aus Dublin, der vor einigen Jahren noch von Sozialhilfe lebte, Millionen gemacht. "Ich verprügele Leute für Lastwagen-Ladungen voller Bargeld. Wie könnte ich dieses Leben hassen?", sagt McGregor.

Seine Worte klingen arrogant, nach dem üblichen Geplänkel. Doch er hält sein Wort, erfüllt seine großspurigen Prophezeiungen fast immer. "Die Leute haben immer über mich gelacht. Niemand hat mir die Dinge zugetraut, die ich erreicht habe. Die Zweifler und das Lachen motivieren mich", sagt McGregor. Zu Pressekonferenzen erscheint er gerne im Nerzmantel oder im elfenbeinfarbenen Anzug und lenkt schon damit alle Aufmerksamkeit auf sich. Und die Iren liegen ihm zu Füßen. Tausende reisen mit ihm um die Welt, sind bei den Kämpfen dabei und feuern ihn euphorisch an.

"Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht dankbar für dieses Leben bin", sagt McGregor, der mit dem Sieg gegen Mayweather Geschichte schreiben will: "Warum sollte man nur eine Welt erobern, wenn man auch zwei erobern kann?"