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Der Mann, der einst Trainer Heynckes „Osram“ nannte, ist tot

Wolfram Wuttke spielte in der Saison 1992/1993 in der Bundesliga 23 Mal für den 1. FC Saarbrücken. Foto: Hartung
Wolfram Wuttke spielte in der Saison 1992/1993 in der Bundesliga 23 Mal für den 1. FC Saarbrücken. Foto: Hartung FOTO: Hartung
Lünen. Agentur

Der frühere Fußball-Nationalspieler Wolfram Wuttke ist im Alter von 53 Jahren gestorben. Dies bestätigte sein Sohn Benjamin gestern. Wuttke lag zuletzt wegen multiplem Organversagen in einer Klinik im westfälischen Lünen im Koma und starb dort am frühen Sonntagmorgen.

Der frühere Stürmer spielte einst für den FC Schalke 04 , Borussia Mönchengladbach , den Hamburger SV , den 1. FC Kaiserslautern und den 1. FC Saarbrücken . Er bestritt zwischen 1979 und 1993 insgesamt 299 Bundesliga-Partien (66 Tore). Zudem absolvierte er vier Länderspiele. Mit der deutschen Olympia-Auswahl gewann er 1988 in Seoul die Bronzemedaille. Später trug er noch das Trikot des spanischen Zweitligisten Espanyol Barcelona und des 1. FC Saarbrücken .

Bekannt wurde Wuttke vor allem durch seine raffinierten Schüsse und Pässe mit dem Außenrist - und Streitigkeiten mit seinen Trainern: Jupp Heynckes verpasste er einst den Spitznamen "Osram", weil der so schnell einen roten Kopf bekam. Bei den Roten Teufeln hatte er sich mit Trainer Gerd Roggensack zerstritten und war in der Spielzeit 1989/1090 suspendiert worden.

1993 musste er seine Karriere nach einem Schulterbruch beenden. Danach versuchte er weiter, im Fußballgeschäft zu bleiben und trainierte die Amateurclubs TuS Haltern und TSV Crailsheim. Im Jahr 2000 war Wuttke an der für Männer seltenen Krankheit Brustkrebs erkrankt, überstand dies jedoch. Gegen die neuerlichen Beschwerden war sein Körper allerdings machtlos.