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Der Laufkalender: die Termine für die Volksläufe im zweiten Halbjahr

Laufkalender : Im Laufschritt einmal rund ums Saarland

Das Interesse an Volksläufen ist ungebrochen – und der neue „Saarlandlauf“ könnte die Starterzahlen im zweiten Halbjahr weiter ankurbeln. Binnen eines Jahres soll der Saarland-Rundwanderweg abgelaufen werden: 388 Kilometer in 20 Etappen.

Schuhe schnüren, Puls-Uhr drücken – losrennen: Für viele Saarländer ist Laufen die zweitschönste Sache der Welt. Die Begeisterung für Volks- und Freundschaftsläufe ist groß. Und der Spaß an der Bewegung halte an, blickt Andreas Jahn bei seiner Halbjahres-Bilanz positiv nach vorne. „Ende 2019 werden wir die 30 000er-Marke an Startern wohl wieder knacken können. Die Chancen stehen gut“, prophezeit der Referent für stadionferne Veranstaltungen beim Saarländischen Leichtathletik-Bund (SLB).

Lauftabelle 2. Halbjahr 2019 Foto: SZ/Steffen, Michael

Die Laufszene bewegt sich also weiter auf hohem Neveau. Aus dem zweiten Quartal fehlen zwar noch einige Veranstaltungsberichte, aber die vorliegenden Berichte zeigen: „Mal gibt es Zuwächse bei den Teilnehmerzahlen, mal Verluste.“ Die Crossläufe in Lebach und Schmelz erlitten anfangs leichte Einbußen. Auch weil die Konkurrenz größer wurde. Neu im Programm: die Crossläufe in Berus und die Saarlandmeisterschaft in Bexbach. „Da hat sich das Läuferfeld halt verteilt“, erklärt der SLB-Funktionär.

Gut liefen die Saarbrücker Halbmarathons im Februar und März. Leichte Zuwächse gab es beim Saarbrücker City-Cross und dem Saarbrücker AOK-Energis-Firmenlauf. „Letzterer hat sich um 66 Starter gesteigert, obwohl wir ja zwei Firmenläufe in der Stadt haben“, betont Jahn.

Zuwächse von über zehn Prozent gab es beim Brauhauslauf in Schmelz und beim Haco-Stadtlauf in Wadern. Die Haldenläufe in Ensdorf und Quierschied lockten viele Ultra-Lauf-Fans an.

Ein Erfolgsmotor für potenziell steigende Teilnehmerzahlen geht erstmals im August an den Start. Die Premiere des Saarlandlaufs wird für Aufsehen sorgen, die Idee begeistern. Vom neuen Ass im Ärmel ist Hobbyläufer Andreas Jahn überzeugt. „Bei diesem Freundschaftslauf XXL wird binnen eines Jahres einmal ums Saarland gelaufen – auf der 388 Kilometer langen Strecke des Saarland-Rundwanderweges“, verrät der 39 Jahre alte Laufwart den ambitionierten Plan.

Das von der LAG Saarbrücken initiierte Großprojekt ist einmalig – und hat es wirklich in sich: Nach der 15 Kilometer langen Eröffnungs-Etappe am 18. August von Saarbrücken nach St. Ingbert warten 19 weitere Teilstücke. „Die Läufe finden in der Regel alle zwei Wochen sonntags statt. Im Mai oder Anfang Juni werden wir wieder in Saarbrücken ankommen“, erzählt Jahn.

Der vom SLB genehmigte Lauf findet in gemütlichem Tempo statt. Die meist um die 20 Kilometer langen Distanzen sind allerdings nicht ohne und eher für ausdauernde Läufer gedacht. Kondition ist gefragt – und Interesse an der Heimat. Und hier kommen die 14 Partnervereine ins Spiel, die Paten der einzelnen Etappen. „Die Vereinsvertreter werden auf ihren Teilstücken auch etwas über Landschaft und Sehenswürdigkeiten erzählen. So der Plan“, verrät Jahn.

Bliesgauhöhen, Kirkler Burg, Otzenhausener Hunnenring, Villa Borg, Weltkulturerbe Völklinger Hütte: Neben dem Lauf-Spaß gibt es Infos satt über die Region und ihre Geschichte. Der Teilnehmerbeitrag beträgt nur schlappe 20 Euro. Dafür gibt es eine Startnummer, die für alle Etappen gültig ist. Auch Einzelstarts sind möglich. „So warten etwa im Januar zwischen Nonnweiler, Wadern und Saarhölzbach knackige Steigungen und Gefällestrecken. Passend zum Winter“, sagt Jahn. Der Saarlandlauf sei eine echte Bereicherung für die ausgewogene Laufangebots-Palette. Also Schuhe schnüren, Puls-Uhr drücken – losrennen.