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Der Klassiker, zweiter Teil

Der Klassiker, zweiter Teil

Madrid. Im spanischen Klassiker-Marathon zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona soll der deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil im Schatten von Superstar Cristiano Ronaldo die "Königlichen" zum Pokalsieg schießen. Im zweiten von vier Duellen bis zum 3. Mai gilt Özil heute gegen Barcelona mit Superstar Lionel Messi als gesetzt

Madrid. Im spanischen Klassiker-Marathon zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona soll der deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil im Schatten von Superstar Cristiano Ronaldo die "Königlichen" zum Pokalsieg schießen. Im zweiten von vier Duellen bis zum 3. Mai gilt Özil heute gegen Barcelona mit Superstar Lionel Messi als gesetzt. Der Mittelfeldspieler hatte beim Punktspiel (1:1) am vergangenen Samstag, dem ersten der vier Duelle, zunächst auf der Bank gesessen. Dies brachte Trainer José Mourinho den Vorwurf ein, die "Königlichen" Angsthasen-Fußball spielen zu lassen.Özil wird heute im Finale der "Copa del Rey" in Valencia (21.15 Uhr/ZDF) wohl sicher in die Startelf zurückkehren. Was nicht bedeutet, dass Mourinho seine Defensivtaktik aufgeben wird. Vermutlich wird Özil für Stürmer Karim Benzema in die Startelf kommen und, wie Medien vermuten, in der Position eines "verkappten Mittelstürmers" spielen.

Um Barcelonas Angreifer um Weltfußballer Lionel Messi zu stoppen, wird Real wohl erneut vor der Abwehr eine Dreierkette errichten. Dazu gehören Sami Khedira, Xabi Alonso und Pepe. Der deutsche Nationalspieler Khedira musste das Training gestern allerdings leicht angeschlagen abbrechen, sein Einsatz dürfte aber nicht gefährdet sein.

Mourinhos Mauertaktik im "Clasico" am Samstag stieß bei vielen Madrilenen auf Kritik. Reals Madrids Ehrenpräsident Alfredo di Stéfano ging mit dem portugiesischen Trainer hart ins Gericht: "Der FC Barcelona bot ein Fußball-Ballett, die Real-Spieler liefen nur hinterher." Barcelonas Ex-Trainer Johan Cruyff lästerte: "Wer in einem Heimspiel mit sieben Verteidigern antritt, muss schon mächtig Angst haben."

Özil und Khedira können mit Real ihren ersten Titel holen, stehen im Finale um die "Copa del Rey" (Königspokal) aber auch unter Erfolgszwang: Real hat die Meisterschaft bei einem Rückstand von acht Punkten auf Barcelona so gut wie verloren. Den Pokal konnte Madrid seit 18 Jahren nicht mehr gewinnen. Mit dem Erzrivalen standen sie sich fünf Mal im Finale gegenüber, zuletzt 1990. Die Katalanen aus Barcelona gewannen drei Endspiele, Madrid zwei. Unvergessen ist die Partie 1968, die als das "Finale der Flaschen" in die Geschichte einging. Die Real-Fans ließen damals einen Hagel von Flaschen auf den Platz niedergehen, weil nach ihrer Ansicht der Schiedsrichter bei Barcelonas 1:0-Sieg nachgeholfen hatte.

Hintergrund

 Das Duell der Superstars: Der Argentinier Lionel Messi (links) oder der Portugiese Christiano Ronaldo - wer ist der Bessere? Foto: dpa
Das Duell der Superstars: Der Argentinier Lionel Messi (links) oder der Portugiese Christiano Ronaldo - wer ist der Bessere? Foto: dpa

Im Mestalla-Stadion in Valencia wurde für die Partie heute eine 100 000 Watt starke Lautsprecher-Anlage installiert. Sie soll mit ihrer Leistungsstärke verhindern, dass die spanische Nationalhymne "Marcha Real" (Königlicher Marsch) im Pfeifkonzert katalanischer Fans untergeht. Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens. Die Provinz strebt nach Unabhängigkeit. Die Hymne, die beim Eintreffen von König Juan Carlos auf der Tribüne angestimmt wird, soll mit 120 Dezibel Lautstärke ertönen - dicht an der Schmerzgrenze. dpa