| 20:51 Uhr

Regionalliga Südwest
Der Kapitän wird zum Unglücksraben

Völklingen. Eigentor von Weber leitet Völklinger 0:2-Niederlage beim SC Freiburg II ein. Von Ralph Tiné

Seinen Humor hatte Günter Erhardt nicht verloren – auch wenn die bittere Ironie dabei nicht zu überhören war. „Und täglich grüßt das Murmeltier“, kommentierte der Trainer des SV Röchling Völklingen die 0:2-Niederlage beim SC Freiburg II am Samstag. Es war bereits die 13. Partie ohne Sieg und die fünfte Niederlage in Folge für den Tabellenletzten der Fußball-Regionalliga Südwest.


Mit seinem Kommentar, mit dem Erhardt den gleichnamigen Spielfilm zitierte, in dem der Hauptdarsteller jeden Tag exakt das Gleiche erlebt, bezog sich der Trainer vor allem auf die anhaltende Offensivschwäche seiner Mannschaft. „Es war ein Spiel, das auf beiden Seiten arm an Torchancen war. Aber es war wie immer: Wir waren vorne einfach zu ungefährlich. Die haben ihre Torchancen genutzt und wir nicht. Deshalb sind die Freiburger in der Tabelle vorne und wir Letzter“, sagte der 57-Jährige.

Beim ersten Treffer übernahm der SVR vor 203 Zuschauern im Möslestadion allerdings selbst das Toreschießen für den Gegner. Ausgerechnet Kapitän Rouven Weber, der nach seinem Sehnenanriss im Oberschenkel zum ersten Mal seit über vier Monaten wieder auf dem Rasen stand, markierte in der 18. Minute per Eigentor die Freiburger 1:0-Führung, indem er einen Kopfball des Ex-Saarbrückers Ivan Sachanenko mit dem Fuß ins eigene Netz bugsierte. „Es war heute sehr schwer für mich, nachdem ich seit November nicht mehr gespielt hatte und erst seit eineinhalb Wochen wieder im Training bin. Aber wir hatten halt keine Leute“, sagte Weber zu seiner Rückkehr. Angesichts zahlreicher Sperren und Verletzungen musste Völklingen mit einem nur 14 Mann starken Aufgebot antreten.



Kurz vor der Pause hatte Moritz Zimmer die beste Chance zum Ausgleich für den SVR. Aber der Völklinger Innenverteidiger zielte mit seinem Kopfball genau auf den Freiburger Torwart. Stattdessen nutzte Christoph Daferner in der 82. Minute eine der wenigen Chancen der Gastgeber zum 2:0-Endstand.