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Der Kampf um Platz zwei

Der Kampf um Platz zwei

Düsseldorf. Bayern München marschiert davon, dahinter kämpfen ein halbes Dutzend Mannschaften um die Position des Jägers Nummer 1. Beste Chancen hat, zumindest auf dem Papier, an diesem Samstag Borussia Dortmund: Zuletzt gab es drei Liga-Erfolge in Serie und zu Hause gegen Gegner 1. FC Köln seit 20 Jahren keine Niederlage

Düsseldorf. Bayern München marschiert davon, dahinter kämpfen ein halbes Dutzend Mannschaften um die Position des Jägers Nummer 1. Beste Chancen hat, zumindest auf dem Papier, an diesem Samstag Borussia Dortmund: Zuletzt gab es drei Liga-Erfolge in Serie und zu Hause gegen Gegner 1. FC Köln seit 20 Jahren keine Niederlage. Auch Schalke 04, der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen schielen auf Rang zwei der Fußball-Bundesliga.Dort stand vor dem zehnten Spieltag überraschend Borussia Mönchengladbach. Mit 1899 Hoffenheim, wo die Borussia zu Erst- und Zweitliga-Zeiten nie gewinnen konnte, wartet am Samstag ein schwerer Brocken. "Ein Angstgegner ist 1899 deswegen aber noch nicht", sagte Sportdirektor Max Eberl.

So gut es für Dortmund im Liga-Alltag lief, in der Champions League ist der Tabellendritte fast ausgeschieden. "Jetzt wollen wir eben in der Bundesliga ein gutes Heimspiel abliefern", kündigte Trainer Jürgen Klopp an. Gegen Köln rückt seine schwächelnde Abwehr in den Fokus. "Es hat den Anschein, Köln muss nur hinten dicht halten, und vorne trifft Lukas Podolski schon", warnte Klopp.

Viel Selbstvertrauen holte sich Schalke beim höchsten Europacup-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte (5:0). Jedoch wartet am Sonntag mit Bayer Leverkusen ein anderes Kaliber als AEK Larnaca. Offen ist, ob der am Freitag verpflichtete Torhüter Timo Hildebrand sein Debüt für Schalke als Nachfolger des verletzten Ralf Fährmann (Kreuzbandanriss) feiert. Der vereinslose 32-Jährige hatte am Freitag einen bis Ende der Saison geltenden Vertrag unterschrieben. Ob er direkt spielt, "kann ich jetzt noch nicht sagen", erklärte Schalke-Trainer Huub Stevens.

Leverkusen brauchte zuletzt immer eine Anlaufphase, ehe Bayer in Schwung kam. "Gegen Schalke hoffen wir, gleich das Gesicht der zweiten Halbzeit zu zeigen", sagte André Schürrle mit Blick auf die starke Leistung in Halbzeit zwei in der Champions League beim 2:1 gegen den FC Valencia.

Ohne internationale Verpflichtung konnte sich der VfB Stuttgart auf sein Spiel beim 1. FC Nürnberg vorbereiten. Trotz einer Bilanz von vier Siegen in fünf Liga-Spielen warnte Trainer Bruno Labbadia: "Wir sind noch nicht so gut, dass wir jetzt automatisch in Nürnberg gewinnen." Was sich auf den "hinteren Plätzen" tut, kann Spitzenreiter München gelassen verfolgen. Bei Hannover 96 hat die Elf von Trainer Jupp Heynckes Rekorde im Auge: Mit dem neunten Zu-Null-Spiel in Serie hätte sie die Bundesliga-Bestmarke von Stuttgart aus der Saison 2002/2003 eingestellt, und Manuel Neuer würde in der Zu-Null-Rangliste der Torhüter Oliver Kahn von Platz zwei verdrängen. Ihm fehlen noch 137 Minuten, um an Rekordhalter Hildebrand vorbeizuziehen.

Selbst wenn die Bayern wie im Vorjahr (1:3) in Hannover verlieren - nach dem Spieltag stehen sie trotzdem oben. dpa