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Der heimliche Gewinner

Elversberg. Die SV Elversberg kann heute Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest werden und sich im Kampf um die Relegationsplätze in eine ausgezeichnete Lage bringen. Voraussetzung ist ein Sieg in Offenbach. Heiko Lehmann

Drei Siege, dabei zwei Tore von Toptorjäger Mijo Tunjic und weitere Treffer und Vorlagen von den Winter-Neuzugängen Max Nicu, Jan Nagel und Sebastian Mannström - die Offensive des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg räumt ein Lob nach dem anderen ab. Heute im Topspiel bei den Offenbacher Kickers (19.30 Uhr) stehen aber auch die anderen Mannschaftsteile im Fokus. Vor allem Torhüter Morten Jensen, ein heimlicher Sieggarant in den drei Spielen nach der Winterpause.

Im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken (1:0) verhinderte der 27-Jährige mit einem gehaltenen Elfmeter den Rückstand. In der Partie beim 1. FC Kaiserslautern II (3:0) machte Jensen beim Stand von 1:0 eine hundertprozentige Chance von Maurice Deville zunichte. Und im Spiel gegen Eintracht Trier (2:1) hielt der SVE-Schlussmann erneut einen Elfmeter und sicherte die 2:0-Führung.

"Unsere Gegner hatten in drei Spielen vier Torchancen, davon waren zwei Elfmeter . Ich denke, daran sieht man, dass wir eine starke Abwehr haben. Ich gehöre dazu - nicht mehr und nicht weniger", sagt Jensen, der vor der Abfahrt nach Offenbach Entspannung bei einem Spaziergang mit seinen Hunden suchte: "Da kann ich abschalten, da spielt Fußball einen Moment lang keine Rolle. Das ist auch wichtig."

Ansonsten ist Fußball bei dem im norddeutschen Husum geborenen Torwart omnipräsent. Das dritte Topspiel in drei Wochen steht an. "Es kribbelt schon die ganze Woche, und man denkt normalerweise an nichts anderes. Erster gegen Zweiter, Abendspiel, 12 000 Zuschauer, und wir wollen die Tabellenführung ", gibt Jensen einen Einblick in sein Gefühlsleben. Er weiß, wie sich eine Regionalliga-Meisterschaft anfühlt. 2013 holte er mit Holstein Kiel den Titel in der Regionalliga Nord und stieg in die 3. Liga auf. Den Stammplatz in Kiel gab Jensen auf und wechselte zum damaligen Ligakonkurrenten SV Elversberg . "Die Kieler legten einen Vertrag vor, den ich einfach nicht akzeptieren konnte. Das hat nichts mit Söldner oder Abzocker zu tun, aber ich muss auch gucken, wo ich bleibe", sagt Jensen.

In Elversberg lief es zunächst nicht. Zwei Fußbrüche zwangen den 1,88-Meter-Mann zu einer viermonatigen Zwangspause - und somit war der Stammplatz futsch. Erst seit dieser Saison läuft es bei Jensen, der für Hannover 96 schon zwei Bundesliga-Einsätze hatte, wieder rund. Am Saisonende läuft der Vertrag in Elversberg aus. "Wir hatten schon lockere Gespräche und wollen uns in den kommenden Wochen intensiver unterhalten", sagt der Schlussmann, für den die heiße Phase vor dem Topspiel bereits vor einiger Zeit begonnen hat: "Man beschäftigt sich mit Videos von den Stürmern, die in Offenbach auf einen zukommen. Beim Einschlafen gehe ich die Situationen immer noch ein paar Mal durch." Und so kann und will Jensen seinen Beitrag zum Erfolg leisten - auch wenn die Offensivkräfte eher im Blickfeld stehen.