Der FV Bischmisheim verpflichtet Sebastian Lück vom FC Hertha Wiesbach

Fußball-Saarlandliga : FV Bischmisheim hat sich das anders vorgestellt

Der Aufsteiger ist Schlusslicht in der Fußball-Saarlandliga. In 20 Spielen kassierte er 67 Gegentore. Deshalb liegt in der Vorbereitung auf die restliche Rückrunde das Augenmerk auf der Defensive.

Die erste Saisonhälfte in der Fußball-Saarlandliga hatte sich der FV Bischmisheim anders vorgestellt. Nach 20 Spieltagen ist der Aufsteiger mit nur neun Punkten Tabellenletzter. „Wir sind auf keinen Fall in irgendeiner Art und Weise zufrieden. Wir wussten, dass es schwer wird, aber wir haben uns das alles anders vorgestellt. 67 Gegentore sind einfach zu viel“, sagt Trainer Stephan Otte. Dabei war der spielerische Unterschied zu den Gegnern oft gar nicht so gravierend, wie es das Ergebnis am Ende ausdrückte. Das Problem waren viele Fehler, die zu Gegentoren führten, wonach der FV ein ums andere Mal zusammenbrach und unterging.

„Wir versuchen ein paar neue, taktische Dinge einzuüben. Wir müssen in der Defensive stabiler werden“, sagt Otte zur Vorbereitung auf die restlichen 14 Spiele. Mit dabei sind wieder die Langzeitverletzten Daniel Diener (Leistenoperation) und Lennart Bohl (Knorpelschaden). Pascal Steinfels hat den Verein in der Winterpause verlassen und ist zurück in seine Heimat nach Karlsruhe gezogen. „Torben Görgen hat uns verlassen und ist zurück nach Bliesransbach gegangen“, sagt Otte. Die A-Jugendspieler Nico Steimer, Karsten Schmeer, Simon Kröber und Emil Schwindt zählen ab sofort zum Kader und sollen den Konkurrenzkampf beleben. Externe Neuzugänge hat es im Winter nicht gegeben. Dafür stehen für kommende Saison welche fest: Jannik Schliesing und Nico Veeck kommen vom Ligakonkurrenten Saar 05 Saarbrücken und Sebastian Lück vom Oberligisten FC Hertha Wiesbach.

Auf die Hallenrunde haben die Bischmisheimer in diesem Winter keinen großen Wert gelegt und nur drei Masters-Turniere gespielt. Die Konzentration liegt auf den restlichen 14 Spielen der Feldsaison. „Wir wollen zurück zu unseren Stärken, der mannschaftlichen Geschlossenheit und dem Kampf. Das hat uns in der Vergangenheit stark gemacht. Und so sind wir auch aufgestiegen“, erklärt Otte. „Wir sind alle fest entschlossen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen können“, sagt der 32-Jährige.

Das Vorhaben wird schwer. Denn 13 Punkte trennen den FV Bischmisheim vom ersten Nichtabstiegsplatz. Der Aufsteiger empfängt im ersten Spiel nach der Winterpause am 1. März den Tabellenzehnten VfB Dillingen und muss danach am 8. März zum Drittletzten FV Schwalbach, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib. „Wir müssen gut aus der Winterpause kommen“, weiß Otte, dessen Mannschaft sich sich in der Hinrunde weiter entwickelt und vor allem das Tempo und die körperliche Robustheit in der Saarlandliga angenommen hat. „Das Potenzial haben wir. Wir müssen es nur abrufen und noch viel dazulernen“, sagt Otte.