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Der Fußball wird weiblicher

Der Fußball wird weiblicher

Saarbrücken. Alles Fußball, oder was? Der Saarländische Fußballverband (SFV) ist und bleibt der mit Abstand größte Fachverband im Saarland. Und nicht nur das: Er wächst. Wo andere Verbände im Landessportverband Jahr für Jahr kleiner werden oder bei der Mitgliederzahl stagnieren, erweist sich der Fußball nach wie vor als hochattraktiv

Saarbrücken. Alles Fußball, oder was? Der Saarländische Fußballverband (SFV) ist und bleibt der mit Abstand größte Fachverband im Saarland. Und nicht nur das: Er wächst. Wo andere Verbände im Landessportverband Jahr für Jahr kleiner werden oder bei der Mitgliederzahl stagnieren, erweist sich der Fußball nach wie vor als hochattraktiv.

Allein im vergangenen Jahr hat der SFV 3413 Mitglieder hinzugewonnen. Das sind mehr, als es organisierte Badmintonspieler gibt im Land (3370). Oder Basketballer (2449). Oder Golfer (2963). Oder Ringer (3344). Die Gesamtzahl des SFV liegt bei 109 349. Auf den nächsten Plätzen folgen mit entsprechendem Abstand der Saarländische Turnerbund (73 317), der fast 2000 Mitglieder verloren hat, und der Saarländischen Tennisbund (26 774).

Das Erfolgsrezept der Fußballer lässt sich leicht erklären. Denn die Ballsportart entdeckt ihre weibliche Seite. Frauenfußball boomt, immer mehr Mannschaften in immer mehr Vereinen werden gemeldet. Und dieser Trend wird sich mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land noch verstärken.

Mit dem 1. FC Saarbrücken in der Bundesliga hat das Saarland auch ein echtes sportliches Aushängeschild. Darüber hinaus könnte die Talentförderung kaum besser organisiert sein. Die vom Deutschen Fußballbund finanziell unterstützte Eliteschule des Mädchenfußballs mit den Partnerschulen Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken, Erweiterte Realschule Güdingen und Gesamtschule Rastbachtal ist etabliert. Und Jahr für Jahr werden neue Jugend-Nationalspielerinnen herausgebracht.

Einen ebenfalls nicht unerheblichen Anteil am Zuwachs des SFV hat der 1. FC Saarbrücken mit seiner Image-Kampagne "Liebe kennt keine Liga". Das Ziel der Mitgliedergewinnung hat der FCS erreicht. Mit zum Stichtag 1. Januar insgesamt 1858 hat er in der Rangliste der größten Sportvereine im Land den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft (siehe Grafik). Allerdings dürfte der sportliche Erfolg mit dem Aufstieg in die 3. Liga dem Verein wieder einen Schub geben. Und neue Mitglieder. Diese wären dann zwar passive und keine aktiven Mitglieder. Aber den Wert des Sports für die Gesellschaft unterstreichen auch sie. kai