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Der Fußball trotzt dem Terror, aber Fans randalieren

Der Fußball trotzt dem Terror, aber Fans randalieren

Die Polizei war allgegenwärtig, an den Stadiontoren bildeten sich lange Warteschlangen, selbst Ikonen wie Uwe Seeler mussten sich beim Einlass filzen lassen: Der erste Spieltag der Fußball-Bundesliga nach den Anschlägen von Paris und der Terrorgefahr beim abgesagten Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden stand im Zeichen der Sicherheit.Dem Terror wurde mit dem wohl höchsten Sicherheitsstandard der Bundesliga-Geschichte getrotzt, doch Krawalle von Problemfans trübten das Bild.

So sorgten Rowdys aus dem Umfeld des FC Bayern München und des befreundeten Zweitligisten VfL Bochum beim Spiel des deutschen Rekordmeisters beim FC Schalke 04 (3:1) für Negativ-Schlagzeilen. Sie hatten versucht, den Kassenbereich Nord an der Arena zu stürmen. Dabei gab es einige Verletzte. Insgesamt kam es zu 196 Festnahmen.

Vor dem Spiel von Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 (2:1) lieferten sich Anhänger beider Clubs in einem Regionalzug Schlägereien und verursachten eine Notbremsung. Nach dem Halt wurden die Fenster aus den Zugabteilen getreten. Vor dem S-Bahnhof Lürrip kam es zu weiteren Schlägereien . Wie die Polizei mitteilte, wurde von 238 Personen die Identität festgestellt. Darunter waren 28 "Gewalttäter Sport". Alle wurden unter Polizeibegleitung zurück Richtung Hannover geschickt. Die Gladbacher Anhänger waren vermummt und flüchteten vor dem Eintreffen der Polizei . Jörg Radek, der stellvertretende Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft (GdP), empfand angesichts der aktuellen Situation nur "Abscheu" für die Hooligans.