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Der Europameister rehabilitiert sich

Der Europameister rehabilitiert sich

Johannesburg. Mit einem Doppelschlag hat David Villa Europameister Spanien wieder auf WM-Kurs gebracht, doch wegen einer "Backpfeife" droht dem Matchwinner vielleicht noch ein Nachspiel. Der neue Stürmer des Meisterclubs FC Barcelona schoss den hohen Favoriten am Montagabend im Alleingang zum 2:0 (1:0)-Sieg gegen den krassen Außenseiter Honduras

Johannesburg. Mit einem Doppelschlag hat David Villa Europameister Spanien wieder auf WM-Kurs gebracht, doch wegen einer "Backpfeife" droht dem Matchwinner vielleicht noch ein Nachspiel. Der neue Stürmer des Meisterclubs FC Barcelona schoss den hohen Favoriten am Montagabend im Alleingang zum 2:0 (1:0)-Sieg gegen den krassen Außenseiter Honduras. Vor 54 000 Zuschauer im Ellis Park von Johannesburg sorgte Villa mit seinen Treffern in der 17. und 51. Minute dafür, dass die stolzen Spanier am Freitag mit einem Sieg gegen Chile aus eigener Kraft das Achtelfinale der Fußball-WM erreichen können. Die völlig überforderten Mittelamerikaner stehen dagegen in der Gruppe H vor dem Aus. In der 17. Minute brachte Villa den Favoriten nach schönem Alleingang in Führung. Schon halb im Liegen erzielte der EM-Torschützenkönig seinen 39. Länderspieltreffer, bei Nummer 40 war dann auch Glück im Spiel: Der 17-Meter-Schuss von Villa wurde vom Honduraner Osmán Chávez noch abgefälscht. Ein Strafstoß nach Foul von Emilio Izaguirre an Jesús Navas war dann aber keine Empfehlung für den neuen 40-Millionen-Mann der Katalanen: Villa zielte daneben (62.). Glück hatte Villa, dass der japanische Schiedsrichter Yuichi Nishimura seine Tätlichkeit Ende der ersten Halbzeit nicht ahndete. Doch nachträglich könnte Villa vom Weltverband FIFA für seinen Schlag mit dem Handrücken ins Gesicht von Izaguirre Ungemach drohen. Denn wie in der Bundesliga gibt es auch bei Weltmeisterschaften den Video-Beweis. Die Konter des krassen Außenseiters trugen das Prädikat "höchst selten, aber gefährlich". So musste Kapitän und Keeper Iker Casillas Kopf und Kragen riskieren, als der beim FC Genua spielende David Suazo allein vor ihm auftauchte (16.). Im Gegenzug fiel das 1:0. Gemessen an ihren Möglichkeiten erzielten die Spanier eine viel zu geringe Torausbeute. Schließlich könnte beim Kampf um die Achtelfinal-Plätze auch das Torverhältnis entscheiden. dpa