Der Erfolgsgarant

Homburg. Er ist der Erfolgsgarant in der 2. Basketball-Bundesliga ProA: Lee Jeka. Beweise? Bitte schön: In der Saison 2009/10 belegten die Cuxhaven Bascats Aufstiegsrang zwei. Ihr Spielmacher: Lee Jeka. In der vorigen Saison stiegen die s.Oliver Baskets Würzburg als Zweiter in die BBL auf. Ihr Spielmacher: Lee Jeka

Homburg. Er ist der Erfolgsgarant in der 2. Basketball-Bundesliga ProA: Lee Jeka. Beweise? Bitte schön: In der Saison 2009/10 belegten die Cuxhaven Bascats Aufstiegsrang zwei. Ihr Spielmacher: Lee Jeka. In der vorigen Saison stiegen die s.Oliver Baskets Würzburg als Zweiter in die BBL auf. Ihr Spielmacher: Lee Jeka.Nach dem Gesetz der Serie dürfte der Platz der Saar-Pfalz Braves in dieser Spielzeit klar sein, denn ihr Spielmacher trägt den Namen: Lee Jeka. Im ersten Saisonspiel in Essen hinterließ der Neuzugang der Homburger gleich einen starken Eindruck. Mit 23 Punkten war er neben Rob McKiver (30 Punkte) der Faktor zum Sieg. "Wenn wir es schaffen, nicht nur 25, sondern 40 Minuten gut zu spielen, können wir diese Saison einiges erreichen", war Jeka allerdings noch nicht zufrieden mit dem ersten Auftritt seines Teams.

Seinen ersten Auftritt auf dem Basketball-Feld hatte der Australier mit vier Jahren. "Mein Bruder spielte Basketball, und meine Eltern wollten, dass ich mich auch bewege. Anfangs habe ich noch Football gespielt und Leichtathletik betrieben", erzählt der in Melbourne geborene Regisseur. Mit 16 entschied er sich für eine professionelle Basketballkarriere, ging in der 1. und 2. Australischen Liga auf Korbjagd.

Vier Jahre später wagte er den Schritt in das weit entfernte Cuxhaven. "Anfangs war es schwierig für mich, aber ich wollte unbedingt nach Europa", blickt der 28-Jährige zurück. Als er dann auch noch seine heutige Freundin kennen lernte, fühlte er sich langsam heimisch. Nach einem einjährigen Zwischenstopp in der Schweiz und in Portugal kam er prompt wieder zurück nach Deutschland. Mittlerweile geht er hier in seine siebte Saison. "Obwohl die Lebensweise eine ganz andere ist als in Australien, gefällt es mir. Aber das Surfen fehlt mir", gibt er mit einem gequälten Lächeln zu.

Gar keine Qual war die vergangene Saison in Würzburg für Jeka. Neben dem Aufstieg in das Basketball-Oberhaus wurde er zum wertvollsten Spieler der Liga ("MVP") gewählt. Eine Auszeichnung, auf die er zwar stolz ist, die er aber nicht überbewerten will: "Natürlich habe ich mich darüber gefreut. Am Ende des Tages bin ich deshalb aber kein besserer Basketballer." Vielleicht schwingt mit dieser getrübten Freude auch der unrühmlich Abgang aus Würzburg mit, welcher ihm eine Saison in der BBL verbaute. "Es kam ein neuer Trainer, und der hat seine eigenen Spieler mitgebracht. Aus dem Kader der Aufstiegsmannschaft ist jetzt nur noch einer dort", zeigt er sich enttäuscht von seinem alten Arbeitgeber.

Sein neuer Arbeitgeber aus dem Saarland nutzte die Gunst der Stunde und schlug zu. Die Euphorie durch die Verpflichtung von Jeka ist groß. "Ich bin es gewohnt, dass man viel von mir erwartet. Aber mit dem Druck kann ich umgehen", will sich der lockere Aussie nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Ob er auch auf dem Platz die Ruhe in Person ist, kann er in seinem ersten Heimspiel für die Braves am Samstag im Sportzentrum Erbach unter Beweise stellen. Wenn er mit seiner Mannschaft ab 19 Uhr auf seinen alten Verein Cuxhaven Bascats trifft, werden alle Augen auf ihn gerichtet sein - auf den Erfolgsgaranten der 2. Basketball-Bundesliga.