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Der Dobermann will seine Chance nutzen

Der Dobermann will seine Chance nutzen

St. Ingbert. Weltmeister will er werden. Diese Ziel hat Boxer Jürgen Doberstein bereits vor einem Jahr ausgegeben. Da hatte er gerade einen Vertrag mit der in St. Ingbert ansässigen Dog Event & Boxing Company unterschrieben. In fünfeinhalb Wochen hat der in Friedrichsthal wohnhafte Profi-Boxer die Chance dazu. Am 27. Oktober steigt der 23-Jährige in der St

St. Ingbert. Weltmeister will er werden. Diese Ziel hat Boxer Jürgen Doberstein bereits vor einem Jahr ausgegeben. Da hatte er gerade einen Vertrag mit der in St. Ingbert ansässigen Dog Event & Boxing Company unterschrieben. In fünfeinhalb Wochen hat der in Friedrichsthal wohnhafte Profi-Boxer die Chance dazu. Am 27. Oktober steigt der 23-Jährige in der St. Ingberter Industriekathedrale gegen den Polen Michal Nieroda in den Ring. Es geht um den vakanten WM-Gürtel der IBF (International Boxing Federation) im Supermittelgewicht der Junioren bis 24 Jahre.

"Wie immer muss ich ihn bremsen, weil sonst die Gefahr des Übertrainings besteht", sagte Dobersteins Trainer Sergej Ostrovski gut gelaunt auf der gestrigen Pressekonferenz. Sein Schützling Jürgen Doberstein sprüht vor Ehrgeiz. Man merkt ihm an, wie es ihn in den Fäusten juckt. Er will diesen Titel. Und er will weiter ins Rampenlicht. In der Weltrangliste des Supermittelgewichtes wird er als Nummer 108 geführt, in Deutschland ist er die Nummer sechs. "Ranglisten sind mir egal, solange ich nicht ganz oben stehe", gibt er gewohnt selbstbewusst zum Besten.

Zwölf Wochen trainiert Doberstein insgesamt für dieses Zehn-Runden-Duell. Dabei muss er sich etwas umstellen. Nach 14 Profikämpfen (Zwölf Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage) tritt der 1,86 Meter große Modellathlet zum ersten Mal gegen einen größeren Gegner an. 1,91 Meter misst sein Kontrahent Nieroda. "Ich kann nicht so aus der Distanz boxen wie zuletzt. Ich muss mehr nach vorne gehen", erklärt der "Dobermann", um dann schelmisch grinsend zu ergänzen: "Aber im Endeffekt ist es egal,ob mein Gegner größer oder kleiner ist. Wenn man Weltmeister werden will, muss man jeden schlagen."

Geschlagen hat Doberstein Ende Mai im St. Ingberter Betzentalstadion bereits den Berliner Boxprofi Christian Pawlak. Damit war er erst der zweite Saarländer nach Uwe Lorch, der sich den Titel des deutschen Meisters sichern konnte. 1450 Zuschauer erlebten damals seine Sternstunde hautnah am Ring - und der Weg für einen WM-Kampf war nun geebnet.

"Dieses Mal wollen wir noch eine Schippe drauflegen", sagt Oliver Heib, der den gebürtigen Kasachen zusammen mit Bernhard Notar unter Vertrag hat. Alleine das neue Ambiente im Oktober schafft das mit Leichtigkeit. Die Industrikathedrale in der "Alten Schmelz" liefert eine Mischung aus ehrlicher Arbeit, rauen Sitten und hitziger Atmosphäre. 1650 Zuschauer können sich den Kampfabend in den geschichtsträchtigen Mauern vor Ort ansehen, wenn Jürgen Doberstein seinen Traum verwirklichen möchte - er will Weltmeister werden. "Wenn man Weltmeister werden will, muss man jeden schlagen."

Boxer Jürgen Doberstein

Auf Einen Blick

Neben dem Hauptkampf um die Weltmeisterschaft zwischen Jürgen Doberstein und dem Polen Michal Nieroda wird es am 27. Oktober noch fünf weitere Boxkämpfe und zwei Duelle im Kampfsport K1 geben. Einlass ist um 18 Uhr.

Karten für die Veranstaltung sind ab sofort erhältlich und kosten zwischen 25 und 120 Euro. Weitere Informationen zum Kartenvorverkauf und der Veranstaltung gibt es im Internet unter www.dog-eventboxing.de, oder unter der Telefonnummer (0 68 94) 67 82. hej