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| 21:01 Uhr

Sportler des Jahres
Der Biathlon-Königin fehlt noch ein Pendant

Fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille – kein Wunder, dass Biathletin Laura Dahlmeier bei dieser WM-Bilanz als haushohe Favoritin gilt bei der Wahl der Sportler des Jahres.
Fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille – kein Wunder, dass Biathletin Laura Dahlmeier bei dieser WM-Bilanz als haushohe Favoritin gilt bei der Wahl der Sportler des Jahres. FOTO: Martin Schutt / picture alliance / Martin Schutt
Baden-Baden. Am Sonntag werden in Baden-Baden die Sportler des Jahres 2017 gekürt. Bei den Männern gibt es mehrere aussichtsreiche Kandidaten.

Biathlon-Königin Laura Dahlmeier, na klar – und bei den Männern? Die Kür der Sportler des Jahres 2017 an diesem Sonntagabend (Ausstrahlung im ZDF ab 22 Uhr) in Baden-Baden verspricht Hochspannung. Gold-Kombinierer Johannes Rydzek, Ironman-Weltmeister Patrick Lange oder Speerwurf-Champion Johannes Vetter – den einen klaren Favoriten gibt es nicht. Auch die Protagonisten wissen bis zur allerletzten Sekunde nichts über den exakten Ausgang der Abstimmung.

Wetten würden viele der über 700 Gäste im Benazetsaal des Kurhauses aber mit Sicherheit auf Dahlmeier, die im vergangenen Jahr Zweite hinter Angelique Kerber geworden war. „Lucky Laura ist das Maß aller Dinge“, schreiben die Wahl-Veranstalter in ihrem Kurzporträt. Bei der zurückliegenden WM in Hochfilzen gewann die Bayerin fünf WM-Titel, zudem einmal Silber und sicherte sich als erste Deutsche seit Magdalena Neuner wieder den Sieg im Gesamtweltcup. „Ich habe die Saison bis zum letzten Rennen durchgeballert, weil es ja auch um die Kristallkugeln ging“, sagte Dahlmeier rückblickend.

Die Zielsetzungen für den anstehenden Winter fallen nichtsdestotrotz bescheiden aus. „Eine goldene Medaille“, sagte Dahlmeier, soll es bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang auf jeden Fall werden, „am liebsten im Einzel“.

In Südkorea (9. bis 25. Februar) will auch Rydzek triumphieren. Der 26-Jährige holte bei der Nordischen Ski-WM in Lahti bei vier Starts vier Mal Gold. Er war der Anführer der „Dominierer“ im Weltcup-Zirkus, auch wenn er in der Saisonwertung am Ende nur Zweiter hinter Eric Frenzel wurde.

Ein paar Wochen später stand Speerwerfer Vetter im Mittelpunkt des deutschen Sports. „Ich habe mir extra für die Gala einen neuen Anzug gekauft, da der andere durch das harte Training der letzten acht Wochen zu eng geworden ist“, sagte der Mann mit den beeindruckenden Oberarmen in freudiger Erwartung. Der 24-jährige ehemalige Athlet des SV Saar 05 Saarbrücken feuerte sein Arbeitsgerät 2017 sagenhafte 94,44 Meter weit – Landesrekord! Bei der WM in London holte der Sportsoldat, Schützling von Bundestrainer Boris Obergföll, mit 89,89 Metern Gold. Überwältigt ließ der Kraftprotz im Anschluss seinen Tränen freien Lauf.

Am Ende seiner Kräfte war auch „Eisenmann“ Lange nach seinem Überraschungssieg auf Hawaii Ende Oktober – zu einer Zeit, in der ein Großteil der über 3000 wahlberechtigten Sportjournalisten so langsam anfing, ihre Kreuzchen zu setzen. Und dann ist da auch noch Alexander Zverev. Der Tennis-Senkrechtstarter stürmte in der Weltrangliste zwischenzeitlich bis auf Rang drei vor, dürfte aber auch aufgrund eines fehlenden Grand-Slam-Erfolges nur Außenseiter sein – genauso wie die Saarländerin Pauline Schäfer, auch wenn ihr mit der Goldmedaille am Schwebebalken bei der Turn-Weltmeisterschaft in Montreal eine echte Sensation gelang.

Bei den Mannschaften dürften die Confed-Cup-Sieger der Fußball-Nationalmannschaft vielen im Gedächtnis geblieben sein. Mit einer besseren B-Elf gewann Bundestrainer Joachim Löw im Sommer die Generalprobe für die WM in Russland. Aber auch die Ruderer vom Deutschland-Achter, die nach sieben Jahren Pause wieder WM-Gold geholt hatten, dürfen auf die Auszeichnung hoffen.