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Der Beste geht am Stock

Der Beste geht am Stock

Dudweiler. Statt in Badehosen stand Lucien Haßdenteufel in T-Shirt und kurzer Hose im Dudweiler Dudobad - gestützt auf Krücken, den rechten Fuß dick bandagiert. Entgegen der Aussage des Saarländischen Schwimm-Bundes ging Haßdenteufel (SSG Saar Max Ritter/ATSV Saarbrücken) nicht bei den diesjährigen Saarlandmeisterschaften am Wochenende in Dudweiler an den Start

Dudweiler. Statt in Badehosen stand Lucien Haßdenteufel in T-Shirt und kurzer Hose im Dudweiler Dudobad - gestützt auf Krücken, den rechten Fuß dick bandagiert. Entgegen der Aussage des Saarländischen Schwimm-Bundes ging Haßdenteufel (SSG Saar Max Ritter/ATSV Saarbrücken) nicht bei den diesjährigen Saarlandmeisterschaften am Wochenende in Dudweiler an den Start. Der Grund war offensichtlich: "Ich bin vor neun Tagen auf der Treppe umgeknickt, jetzt ist das Außenband gerissen", erklärte der Schwimmer, "ich hoffe, dass ich in zwei Wochen wieder richtig trainieren kann. Im Moment kann ich nur Armtraining machen."Andreas Waschburger (SV Malstatt-Burbach) hingegen kann zurzeit sein volles Trainingspensum abspulen - dazu gehörten auch die Saarlandmeisterschaften. "Diese Meisterschaften sind für mich nur Trainingswettkämpfe", meinte Waschburger, "die Konkurrenz ist im Saarland nicht groß." Bei den deutschen Meisterschaften, die ab dem 30. Juni in Berlin stattfinden, will er sich für die Europameisterschaft, vielleicht sogar für die Weltmeisterschaft qualifizieren. "Vor zwei Wochen war ich im Trainingslager in Singapur und bin 100 Kilometer pro Woche geschwommen. Jetzt vor den Saarlandmeisterschaften habe ich an die 70 Kilometer trainiert", sagte Waschburger, der die 800 Meter Freistil konkurrenzlos in 8:34,03 Minuten bewältigte.Ähnlich gut verliefen die Wettkämpfe am Wochenende auch für Julika Niegisch (SSG Saar Max Ritter Dudweiler) und Sarah Bosslet (SV St. Ingbert). Über 200 Meter Schmetterling hatte Sarah Bosslet (2:21,74) noch die Nase vor Niegisch (2:28,72), die das aber nicht so eng sah. "Das ist sowieso nicht meine Hauptstrecke", zuckte Julika Niegisch gelassen mit den Schultern, "ich setze die Akzente woanders." Und das tat sie auch - beispielsweise über 100 Meter Freistil, die sie in 1:00,25 Minuten schwamm. "Das ist schon eher meins", meinte die Schwimmerin und grinste.