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Fußball-Saarlandpokal
Der Außenseiter hofft auf eine Sensation

Thorsten Schütte (in blau) setzte sich mit seinem Team im Viertelfinale gegen die SF Köllerbach, hier Yacine Hedjilen, durch.
Thorsten Schütte (in blau) setzte sich mit seinem Team im Viertelfinale gegen die SF Köllerbach, hier Yacine Hedjilen, durch. FOTO: Achim Thiel / Thiel Achim
Elversberg/Wadern. Verbandsligist FC Noswendel Wadern empfängt Regionalligist SV Elversberg im Saarlandpokal-Halbfinale. Von Heiko Lehmann

Das größte Saisonziel, den Aufstieg in die 3. Fußball-Liga, hat die Sportvereinigung Elversberg verpasst. Das neue „größte Ziel“ ist nun der Gewinn des Saarlandpokals und damit die Teilnahme an der lukrativen ersten Runde des DFB-Pokals. Heute um 17.30 Uhr ist die SVE im Halbfinale zu Gast beim Verbandsligisten FC Noswendel Wadern. Die SVE-Elf von Interimstrainer und Sportdirektor Roland Seitz könnte zum fünften Mal in Folge in das Pokalfinale einziehen.


„Wir haben in den vergangenen Jahren immer bewiesen, dass wir für den Pokal keine Extra-Motivation brauchen. Wir wollen auch im Pokal den maximalen Erfolg einfahren“, sagt Seitz, der auf Außenverteidiger Stefano Cincotta (muskuläre Probleme) und Mittelfeldspieler Bryan Gaul (Rückenprobleme) verzichten muss. Beim 1:1 am vergangenen Wochenende bei den Stuttgarter Kickers wurde der Spiesener Moritz Koch in der ersten Halbzeit für den verletzten Cincotta eingewechselt und bot eine starke Leistung. „Moritz wird auch im Pokal spielen. Er hat das Potenzial, Stammspieler zu werden. In der vergangenen Saison hat Merveille Biankadi sich auch von Spiel und Spiel gesteigert und war plötzlich aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Die Jungen brauchen einfach Spielpraxis“, sagt Seitz.

Übertreiben wird es der Elversberger Interimstrainer aber nicht, was die Jungen in der Startformation angeht. Frank Lehmann wird im Tor stehen, Kevin Maek kehrt nach einer Fingerverletzung in die Abwehr zurück. „Wenn die Einstellung stimmt und wir unser Spiel auf den Platz kriegen, dann werden wir gewinnen. So weit lehne ich mich aus dem Fenster“, sagt Seitz.

Auf der anderen Seite wartet der FC Noswendel Wadern auf seinen Gegner des Jahres. „Du spielst in deiner Karriere vielleicht drei- oder viermal gegen Profis. Das sind einfach tolle Erlebnisse“, sagt Thorsten Schütte, der 35-jährige Spielertrainer, der mit seiner Mannschaft das Ziel „Klassenverbleib“ in der Verbandsliga Südwest erreicht hat. Dennoch ist das Spiel gegen die SVE mehr als ein großes Abenteuer. „Wir wollen das Spiel gewinnen, das ist unser Ziel“, sagt Schütte.

Doch wie soll das gelingen? In den vergangenen fünf Jahren konnte die SVE im Pokal nur vom 1. FC Saarbrücken oder dem FC Homburg geschlagen werden. „Wenn du sie zu früh attackierst, geht dir irgendwann die Puste aus. Wenn du dich nur hinten rein stellst, knacken sie dich irgendwann und nehmen dich auseinander. Wir wollen kompakt zusammenstehen, unabhängig, ob wir offensiv oder defensiv agieren. Das Wichtigste ist aber, dass wir unsere Torchancen verwerten, denn die werden wir bekommen“, verrät der 35-Jährige einen Teil seines Planes, um den Regionalligisten in die Knie zu zwingen. Bis auf Mittelfeldspieler Yannick Gleser (muskuläre Probleme) sind alle Spieler an Bord.



Die Partie beginnt bereits um 17.30 Uhr auf dem Naturrasen in Wadern, da es dort kein Flutlicht gibt. „Auf unserem Hartplatz hätten wir nicht spielen können, da dieser keine Barrieren rundherum hat und es wahrscheinlich ein paar hundert Zuschauer werden“, sagt Schütte.